Firefox: Stillstand oder Wachstum?

29. Oktober 2005, 11:05
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Studien zeichnen widersprüchliches Bild - In Europa surfen im Schnitt bereits mehr als 15 Prozent mit dem Open Source-Produkt

Browserstudien sind schon von jeher eine nicht ganz unumstrittene Tätigkeit, zu stark variieren die konkreten Zahlen zwischen einzelnen Ländern und dem Fokus verschiedener Webseiten. Zumindest aber zeichneten alle Studien in den letzten Monaten ein einheitliches Bild: Der Firefox wächst, der Internet Explorer verliert, die aktuellsten Studien hingegen zeichnen ein deutlich uneinheitlicheres Bild.

Widerspruch

Denn während der französische Marktforscher XiTi von einem weiteren deutlichen Wachstum des Open Source-Produkts berichtet, meint WebSideStory, dass der Firefox vorerst ans obere Ende seiner Möglichkeiten gelangt sein. So würden die eigenen Zahlen zeigen, dass sich die Wachstumskurve in den letzten Monaten deutlich verflacht habe, so habe der Browser in den Monaten zwischen April und September gerade mal - und deutlich weniger als zuvor - noch um 1 Prozent zulegen könne, so dass er nun bei 7,86 Prozent globaler Verbreitung halte.

Aussagen

Dadurch sei es auch unwahrscheinlich geworden, dass die Mozilla Foundation das selbstgesteckte Ziel von 10 Prozent Marktanteil mit Ende des Jahres 2005 erreichen könne. "Wir haben immer gewusst, dass es eine endliche zahl von 'Early Adopters' und Microsoft-hassern geben würde", diese scheint nun bald erreicht zu sein, zititert InformationWeek Geoff Johnston von WebSideStory.

Opera

Eine Einschätzung, die wohl nicht nur aufgrund der stereotypischen Bezeichnung der Firefox-BenutzerInnen nicht ganz unumstritten ist. Wenig Erfolgsaussichten gibt Johnston auch dem eben erst von seinen Werbefesseln befreiten Opera: Diesem bleibe lediglich der Kampf um die Firefox-BenutzerInnen, während der Pool an wechselwilligen Internet Explorer-UserInnen nun ausgetrocknet sei. Die Entscheidung den Opera vollkommen gratis anzubieten sei einfach 18 Monate zu spät bekommen.

Europa

Ganz anders sehen die aktuellen Entwicklungen am Browsermarkt hingegen die Zahlen von XiTi, laut diesen würden nun bereits 15.15 Prozent aller europäischen Internet-BenutzerInnen auf den Firefox setzen, bei der letzten Untersuchung Ende Juni waren es noch "nur" 14,11 Prozent. Nach Ländern aufgeteilt an der Spitze liegt dabei weiterhin Finnland mit nun bereits 34,05 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 25,07 Prozent. Österreich liegt hier im Mittelfeld mit einem Firefox-Marktanteil von 15,7 Prozent. (red)

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