Sony geht gegen PSP-Hacks vor

4. Oktober 2005, 16:08
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Firmware-Update soll schon bald kommen - Softwarefehler ermöglicht Ausführen von eigener Software

Mit einem neuen Firmware-Upgrade will Sony schon bald einen Bug bei seiner Handheld-Konsole PSP (der WebStandard berichtete) beheben, der zum Ausführen nicht-autorisierten Codes ausgenutzt werden konnte. "Das ist nicht wofür die PSP entwickelt wurde", so Patrick Seybold, Sprecher von Sony Computer Entertainment America gegenüber c'net.

Tricks

Findige Hacker hatten einen Fehler in der Bearbeitung von Bildern ausgemacht, mittels dessen sich eigener Code eingeschmuggelt lässt. Zwar gibt es dabei noch einige Beschränkungen, so das kein für Emulationen notwendiger Vollzugriff auf den PSP-Programmkern besteht, mittlerweile gibt es aber einen Firmware-Downgrader, der den Bug ausnutzt um die Systemsoftware des Handhelds auf die Version 1.5 zurückzusetzen. Diese wiederum ist vollkommen geknackt und kann als Plattform für die zahlreichen "Homebrew"-Programme, die in der Community entwickelt wurden, genutzt werden.

Garantieverlust

Sony warnt seine BenutzerInnen ausdrücklich vor diesem Schritt, ein Downgraden der Firmware würde automatisch einen Verlust der Garantie nach sich ziehen, so Seybold. Allerdings will man auch nicht aktiv gegen die Urheber solcher Hacks vorgehen.

Wann genau das Upgrade erhältlich sein soll, wollte Seybold noch nicht festmachen. Die neue Version wird nach ihrer Veröffentlichung aber wohl schon bald die Voraussetzung für den Betrieb einiger neuer Spiele sein - auf diese Weise will Sony für gewöhnlich das Updaten "sanft" erzwingen. (red)

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