Neues Pflegeheim mit mehr Komfort

17. Juli 2006, 17:00
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300-Betten-Haus in Liesing ab 2008 - altes Gebäude wird abgerissen

Für rund 300 Wiener Pflegeheimpatienten brechen demnächst komfortablere Zeiten an: Die Stadt baut für sie im Bezirk Liesing ein Geriatriezentrum, das nur noch mit Ein- und Zweibettzimmern ausgestattet sein wird. Jedes Zimmer hat einen eigenen Balkon, auf den ein Krankenbett gerollt werden kann.

Rund 50 Millionen Euro wird das Haus kosten. Es soll im Jahr 2008 fertig sein. Beim derzeitigen 200-Betten-Haus in Liesing zahlt sich eine Renovierung nicht mehr aus, erklärte Gesundheits- und Sozialstadträtin Renate Brauner (SP) am Donnerstag. Ist das neue Heim fertig, soll der alte Bau nach Übersiedlung der Patienten abgerissen werden. Nur das denkmalgeschützte Schloss auf dem Gelände wird erhalten bleiben.

Architektenwettbewerb

Über die Gestaltung des Hauses wird ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Flächenwidmung und Planung erfolgen parallel, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. In Wien gibt es insgesamt 9600 Bewohner von Geriatriezentren. Rund 4500 von ihnen leben in städtischen Einrichtungen. Zu den größten gehört das Geriatriezentrum am Wienerwald in Lainz sowie das Geriatriezentrum Baumgarten.

Von der Wiener ÖVP setzte es für die Pläne in Liesing Kritik. Sozialsprecherin Ingrid Korosec kritisierte unter anderem die Erhöhung der Bettenzahl. Sie verwies auf Studien, die eindeutig belegten, dass der Stressfaktor für Bewohner mit der Größe des Heims signifikant ansteige. (APA/DER STANDARD; Printausgabe, 30.9.2005)

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