Millionen für Filmpaket aus Hollywood

18. Oktober 2005, 21:56
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"Hellboy", "Verliebt in eine Hexe", "Hitch – der Date Doktor" und Co - Material, das auch private Sender gerne nehmen

Was der ÖVP-Parlamentsklub an Konzessionen plant, reicht dem ORF nicht. Der Anstalt fehlen nach eigenem Bekunden Werbemillionen. Für ein neues Paket von Hollywoodfilmen freilich fanden sich nach Informationen des STANDARD gerade wieder rund 13 Millionen Dollar.

In dem Päckchen von Sony Columbia finden sich gut zwei Dutzend Titel wie "Hellboy", "Verliebt in eine Hexe", "Hitch – der Date Doktor", "Kung Fu Hustle", "Spider-Man 2" und "Zorro". Durchwegs Material, das auch private Sender gerne nehmen.

Gleichzeitig schürte der ORF bei den Landeshauptleuten Sorgen um die Landesstudios. Sie besserten bisher ihre Budgets mit Sponsoring und ähnlichen Sonderwerbeformen auf. Doch der Bundeskommunikationssenat untersagt viele davon streng nach dem Buchstaben des ORF-Gesetzes. Nun steht ganz oben auf der Wunschliste der Anstalt die gemeinsame Radiowerbung der Landesstudios, die Schwarz-Blau erst 2001 gestrichen hat. Die soll pro Jahr etwas mehr als den Gegenwert eines Filmpaketes bringen, wie es der ORF gerade kaufte.

Wie berichtet will die ÖVP bisher alleine Unterbrecherwerbung bei Sportevents zulassen und erwägt, gebührenfinanzierte Spartenkanäle über Antenne zu ermöglichen. (Harald Fidler/DER STANDARD, Printausgabe, 30.9.2005)

  • Geld her, wünscht sich der ORF von Politik und Werbekundschaft und verweist auf Finanznöte. Millionen für ein Filmpaket mit "Hellboy" (Bild) gehen sich indes aus.
    foto: columbia

    Geld her, wünscht sich der ORF von Politik und Werbekundschaft und verweist auf Finanznöte. Millionen für ein Filmpaket mit "Hellboy" (Bild) gehen sich indes aus.

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