Unirat verschiebt Entscheidung über Teilumzug der Boku nach Tulln

21. Dezember 2005, 14:26
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Studierendenvertreter Bittner erleichtert: "Können nun Debatte mit den Studierenden führen" - ÖH Boku: Bakk-Studien sollen in Wien bleiben

Erleichterung an der Uni für Bodenkultur (Boku): Der Unirat hat am Mittwoch noch keine Entscheidung über den geplanten Umzug von Teilen der BoKu nach Tulln getroffen, sondern diese auf die nächste Sitzung am 20. Oktober verschoben. Der Grund: Auch der Unirat habe noch nicht genügend Informationen, um eine Entscheidung treffen zu können, berichtet Jürgen Bittner, Mitglied der studentischen Kurie, un Gespräch mit derStandard.at/Uni.

"Wir sehen uns in unserer Haltung bestätigt, dass innerhalb so kurzer Zeit so eine Entscheidung nicht getroffen werden kannt", so Bittner. Nun will er in die inneruniversitäre Debatte über die Umzugspläne einsteigen. "Vor allem wollen wir die Debatte mit den Studierenden führen, die uns bislang nicht möglich war", kündigt er an.

Kritik an Umzugsplänen auch in ÖH

Nicht nur Senatsmitglied Bittner von den Grünen Studierenden, auch in der von Fachschaftslisten und AktionsGemeinschaft (AG) gebildeten ÖH-Koalition an der Boku steht man den Umzugsplänen kritisch gegenüber: "Eine Uni wie die Boku auf mehrere Standorte aufzusplitten hat prinzipiell mit Nachteilen verbunden. Darüber hinaus gibt es noch keine konkreten Konzepte, wie dies umgesetzt werden soll", erklärt Andreas Thurner (AG), Vorsitzender der Universitätsvertretung an der Boku gegenüber derStandard.at/Uni. Man habe Rektor Hubert Dürrstein aber ohnehin bereits öfter die Vorbehalte der ÖH erläutert und die Zusicherung erhalten, dass nach Lösungen im Sinne der Studierenden gesucht werde.

"Uns wäre es ein Anliegen, dass die Bakkalaureatsstudien am zentralen Standort in Wien bleiben", betont Thurner. Auch wünscht sich der UV-Vorsitzende vom Rektorat, dass die zusätzlichen Kosten, die den Studierenden durch das Pendeln nach Tulln entstehen, abgedeckt werden. Ebenso müsse man sich die Verkehrsverbindungen ansehen und schauen, ob man hier eine Lösung finden könne, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Knackpunkte sind aus Thurners Sicht aber auch der Ersatz für das ÖH-Gebäude, das aufgegeben werden könnte, sollte ein neuer Standort der Boku in Tulln entstehen. Einer Meinung seien sich alle Fraktionen auch darin, dass für das selbstverwaltete Studierendenlokal TüWi Ersatzräumlichkeiten gefunden werden: "Wir sind am Verhandeln mit der Uni und sind bestrebt, dieses Lokal zu erhalten", verspricht Bittner.

Von Sonja Fercher

  • Die Entscheidung über den Umzug von Teilen der Boku wurde aufgeschoben.
    foto: standard/cremer

    Die Entscheidung über den Umzug von Teilen der Boku wurde aufgeschoben.

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