Auf Raummission im Skylab 5

6. Februar 2006, 20:00
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Die neue Sciencefiction - Ausstellung im Kindermuseum Zoom

Wien - Die Mission: Die Raumstation Skylab 5 ist verlassen. Jetzt sollen die Besucher herausfinden, wo die Besatzung ist - und gleichzeitig mit ihren Aktivitäten die Station wieder mit Energie aufladen. Schließlich ist Skylab 5 ein bioenergetisches Wunderwerk der Technik.

Dass die Besucher erst sechs bis zwölf Jahre alt sind, tut dabei nichts zur Sache - schließlich gelangt man zur Raumstation auch nur über das Kindermuseum Zoom im Museumsquartier. Auf mehreren Stationen wird dort gearbeitet. Sei es, dass Stoffe auf DNA-Inhalt untersucht werden, dass der Kontakt mit Aliens trainiert oder dass eine Sonde mit Botschaften aus elektronischen Teilen bestückt wird.

Urinwiederaufbereitungsanlage

Da gibt es Weltraumklo mit Vakuumabsaugung und dahinter eine Urinwiederaufbereitungsanlage, Ruhesitze für die Schwerelosigkeit, Fitnessgeräte für Astronauten und einen "Schwindelgenerator", wo man in der Zentrifuge auf die Zustände im All vorbereitet wird.

Dass das Umfeld den tatsächlichen Verhältnissen und Einrichtungen im Weltraum möglichst nahe kommt, ist vor allem Barbara Imhof und Waltraut Hoheneder zu verdanken, die auch echte Weltraumhabitate für die ESA entwerfen. Andererseits wurde die Hightechumsetzung vor allem durch den neuen Zoom-Partner Siemens ermöglicht: "Uns ist es wichtig zu vermitteln, dass Technik nicht rauchen oder stinken muss, sondern vor allem Faszination ausüben kann", erläutert Peter Baumgartner von Siemens Österreich.

Doch für Zoom-Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer ist Sciencefiction für Kinder mehr als nur ein Technikfaszinosum: "Grenzüberschreitendes, scheinbar unmögliches und kreatives Denken wird die wichtigste Fähigkeit für die Zukunft", ist sie überzeugt. (frei, DER STANDARD Printausgabe, 28.09.2005)

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    foto: zoom
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