Die Eta bombt wieder

2. November 2005, 09:43
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Keine Verletzten bei Anschlag auf stillgelegtes Elektrizitätswerk

Madrid - Im Nordosten Spaniens ist am Dienstag nach einer Warnung der baskischen Untergrundorganisation Eta eine Bombe explodiert. Nach Angaben der Behörden wurde niemand verletzt. Der Sprengsatz war in einem Elektrizitätswerk in Anon de Moncayo in der Provinz Saragossa explodiert, das seit zehn Jahren nicht mehr in Betrieb war.

Auf der Internetseite der Zeitung El Pais hieß es, zuvor seien die Behörden im Namen der Eta telefonisch gewarnt worden. Allerdings habe es Verwirrung über den genauen Ort oder Zeitpunkt des geplanten Anschlags gegeben. Die Eta hatte sich zuletzt am Wochenende zu einem Attentat in einem Industriegebiet in Zentralspanien bekannt. Bei der Explosion einer Autobombe war niemand zu Schaden gekommen. Es handelte sich dabei um den ersten Anschlag der Eta seit zwei Monaten.

Die Eta kämpft seit 1968 für ein unabhängiges Baskenland in Nordspanien und Südwestfrankreich. In dem Kampf sind 850 Menschen getötet worden. Die sozialistische Regierung Spaniens hatte im Mai überraschend Gespräche mit der Eta in Aussicht gestellt, wenn die Organisation auf Gewalt verzichtet.

Seither hat es nur vereinzelt Anschläge gegeben, aber keine offizielle Gewaltverzichtserklärung der Eta. Die Gruppe erklärte am Dienstag, in der derzeitigen politischen Situation gebe es Chancen und Risiken. (Reuters, dpa)

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