Österreicher übernimmt Luxushotel auf Rügen

16. Oktober 2005, 20:08
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Konrad Popp wechselt vom Park Inn, dem höchsten Hotel Berlins und drittgrößtem Deutschlands am Berlinder Alexanderplatz zum Kurhaus Binz

Berlin - Ein Jahr lang war der Salzburger Konrad Popp Generaldirektor des drittgrößten Hotels Deutschlands, des 37-stöckigen "Park Inn" am Alexanderplatz in Berlins Mitte. Nun folgt er dem Ruf ins Luxushotel Kurhaus Binz auf Rügen.

Popp bedauert, dass die Weltstadt Berlin es nicht schafft, große Kongresse an die Spree zu holen. So werde der Kardiologenkongress - mit 25.000 Teilnehmern Europas größte Medizinerveranstaltung - im Jahr 2008 wieder in München und nicht in Berlin stattfinden.

Die Berlin Tourismus Marketing (BTM) leiste zwar immense Arbeit, "aber wegen der Finanzmisere Berlins wird das immer eine Herausforderung bleiben". Popp zur APA: "Wenn die Stadt so hochwertigen Kongresstourismus halten möchte, wird sie sich etwas einfallen lassen müssen."

Schon vor einem Jahr sagte Popp: Als Kongressstadt müsse Berlin noch viel dazulernen. In Wien hole der Bürgermeister einmal am Flughafen jemanden persönlich ab, das Rathaus gebe Empfänge, Kongressorganisatoren werden von der Ortstaxe entlastet.

Heiß umkämpfter Markt

Diese Enttäuschung sei aber nicht der Grund für seinen Weggang aus Berlin. Berlin habe ihm sehr gut gefallen, es bleibe aber ein heiß umkämpfter Markt, dessen Hotelkapazitäten nicht ausgelastet seien.

Das höchste Hotel Berlins mit seinen 1006 Zimmern erhält zur Zeit auf allen vier Seiten eine Spiegelfassade. Nach gründlichem Umbau wurde es vor kurzem auf Vier-Stern-Superior aufgewertet.

Popp ist seit 23 Jahren als General Manager tätig, unter anderem in Hamburg (Marriott Hotel), Salzburg (Renaissance Congress Hotel), München (Arabella Sheraton Grand Hotel und Arabella Sheraton Hotel). Sein Nachfolger in Berlin, ein Deutscher, wird in Kürze bekanntgegeben. Auf der Insel Rügen erwartet den Salzburger ab Oktober das erst 2001 wiedereröffnete Luxushotel "Kurhaus Binz" mit 150 Zimmern und 300 Betten. (APA)

  • Berlin bleibt ein heiß umkämpfter Markt, dessen Hotelkapazitäten nicht ausgelastet sind.
    foto: park inn

    Berlin bleibt ein heiß umkämpfter Markt, dessen Hotelkapazitäten nicht ausgelastet sind.

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