JVP will "echte" FH im Burgenland

21. Dezember 2005, 12:45
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Obmann Sagartz fordert mehr Mitbestimmung für Studenten und Lehrende bei FH-Studiengängen

Eisenstadt - Die Umgestaltung der Fachhochschulstudiengänge (FHS) Burgenland in eine "echte" Fachhochschule forderte am Montag JVP-Landesobmann Christian Sagartz bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Sagartz ortet an den Studiengängen einen Mangel an demokratischer Kultur, was dem Image der FHS Burgenland schade. Die Kriterien für die Schaffung einer echten FH seien seiner Ansicht nach gegeben.

Stillstand

"Die drei Voraussetzungen für die Anerkennung als Fachhochschule sind erfüllt beziehungsweise können sofort erfüllt werden. Trotzdem herrscht Stillstand", sagte Sagartz und verwies auf Finanzlandesrat Helmut Bieler (S), der 2002 davon gesprochen habe, in diesen Belangen die Initiative zu ergreifen. Ein für die Anerkennung notwendiges Fachhochschulkollegium könnte laut JVP Burgenland-Obmann sofort eingerichtet werden und würde die Mitbestimmung für Lehrende und Studierende ermöglichen.

Von der derzeitigen FHS-Geschäftsführerin Ingrid Schwab-Matkovits erwarte er sich, dass sie eine Stellungnahme über die Weiterführung der FHS abgibt, meinte Sagartz: "Sie könnte einen Antrag auf Errichtung einer echten Fachhochschule stellen, da alle Kriterien erfüllt sind, aber das würde für sie einen Machtverlust bedeuten." Zu den Voraussetzungen einer Fachhochschule zählt neben einem Kollegium auch das Erreichen von mindestens 1.000 Studienplätzen sowie das Vorhandensein von zumindest zwei Studiengängen - beide Kriterien seien bereits erfüllt.

Zehn Prozent mehr

Im soeben gestarteten Wintersemester besuchen 400 neue Studenten und somit um zehn Prozent mehr als im Vorjahr die sieben Studiengänge (Energie- und Umweltmanagement, Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung, Information und Communication Solutions, Informationsberufe, Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Internationales Weinmanagement und Internationales Weinmarketing) an den Fachhochschulzentren in Eisenstadt und Pinkafeld. Von den insgesamt 1.300 Studierenden absolvieren über 150 das Studium berufsbegleitend.

(APA)

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