Neues Sozialzentrum in der Ramperstorffergasse

22. Mai 2006, 17:50
posten

Mehr Service, Beratung und Betreuung für Sozialhilfe-
empfängerInnen

Wien - "In der neuen Wiener Sozialhilfe beraten und betreuen wir Menschen in sozialen Notlagen, damit sie wieder ein selbstständiges und unabhängiges Leben führen können. Wir geben keinen Menschen auf, sondern geben individuelle Hilfe zur Selbsthilfe", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner im Rahmen der Eröffnungsfeier des Sozialzentrums für den 4., 5., 6. und 7. Bezirk am Montag in der Ramperstorffergasse in Margareten.

Das neue Sozialzentrum im 5. Bezirk verfügt über einen einladenden Empfangs- und Wartebereich, eine Kinderspielecke und freundliche Büros, in denen vertrauliche Gespräche zwischen SozialarbeiterInnen und KlientInnen geführt werden können. Diese Umbauten sind Teil des neuen Modells der Wiener Sozialhilfe, in dem Serviceorientierung und individuelle Hilfe groß geschrieben sind. Neben finanzieller Unterstützung durch die Sozialhilfe bieten die neuen, modernen Sozialzentren auch individuelle Beratung und Betreuung - damit gemeinsam ein Weg aus der Notlage gefunden werden kann.

Das neue Modell der Sozialhilfe

In den Sozialzentren bieten SozialarbeiterInnen und SozialhilfesachbearbeiterInnen Hilfe und Unterstützung bei finanziellen Problemen an. SozialarbeiterInnen klären bei einem Gespräch die Problemsituation ab, helfen in Notlagen und bei der Bewältigung persönlicher Krisen. "Die Stadt Wien setzt dabei vor allem auf eine Kombination von finanzieller Hilfe mit gezielter Beratung und Betreuung. Es geht um aktive Unterstützung von Menschen in finanziellen Notlagen", so Brauner.

Aktuelle Zahlen zur Sozialhilfe

Im Jahr 2000 bekamen in Wien rund 41.700 Personen Sozialhilfe. Vier Jahre später bezogen schon mehr als 75.700 Personen eine Sozialhilfeleistung (+82 %). Im Jahr 2005 haben bisher pro Monat rund 50.000 Personen Sozialhilfe erhalten. Dabei ist die Anzahl jener Personen, die zu ihrem niedrigen Einkommen (Arbeitslosengeld, Pension, etc.) noch ergänzend eine Leistung der Sozialhilfe beziehen (RichtsatzergänzungsbezieherInnen), überproportional gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die gestiegene Arbeitslosigkeit (insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit) und die Verschärfung der sozialen Situation zurückzuführen. (red)

  • Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate
Brauner bei der Eröffnung des neuen Zentrums mit den BezirksvorsteherInnen
von Margareten, Mariahilf und Neubau (v.li.): Kurt Wimmer, Renate Kaufmann und Thomas Blimlinger
    foto: votava

    Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner bei der Eröffnung des neuen Zentrums mit den BezirksvorsteherInnen von Margareten, Mariahilf und Neubau (v.li.): Kurt Wimmer, Renate Kaufmann und Thomas Blimlinger

Share if you care.