Zwei Neulinge stehen im Finale

9. Dezember 2005, 10:34
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Kroatien und Slowakei bestreiten das Endspiel - Russland und Argentinien im Halbfinale gescheitert

Split/Preßburg - Kroatien und die Slowakei stehen erstmals im Finale des Tennis-Daviscups. Die Entscheidung fiel am Sonntag in beiden Halbfinali bereits vor dem abschließenden Einzel. In Split sorgte Kroatiens Matchwinner Ivan Ljubicic durch ein 6:3,7:6 (6),6:4 gegen Nikolaj Dawidenko für den entscheidenden dritten Punkt gegen Russland. Für die Slowakei sicherte in Preßburg Dominik Hrbaty den Sieg gegen Argentinien durch ein 7:6 (2),6:2,6:3 über Guillermo Coria. Beim Endspiel von 2. bis 4. Dezember hat die Slowakei Heimrecht.

"Wenn wir den Daviscup gewinnen, wäre das so, als würde unser Fußball-Nationalteam Weltmeister werden", sagte Goran Ivanisevic. Der inzwischen 34 Jahre alte Wimbledonsieger fungierte in Split als Assistent von Kapitän Niki Pilic, der mit Deutschland bereits drei Mal den Daviscup geholt hat. "Unsere Spieler haben die Chance, einen sporthistorischen Moment zu schaffen", fügte der seit gut einem Jahr nur noch auf der Senior-Tour aktive Ivanisevic hinzu.

Allerdings musste Gegner Russland, der den Daviscup 2002 gewonnen hat und durch Dimitri Tursunows Sieg gegen Ivo Karlovic nur noch auf 2:3 verkürzen konnte, seinen besten Spieler ersetzen. Australian-Open-Sieger Marat Safin fehlte wegen einer Knieverletzung, die schon seinen Start bei den US Open verhindert hatte. Ljubicic, der am ersten Spieltag mit seinem Sieg gegen Michail Juschni die Auftaktpleite von Mario Ancic gegen Dawidenko ausgeglichen hatte, siegte auch im Doppel mit Ancic und holte somit drei Punkte.

"Ich dachte immer, meine Olympia-Bronzemedaille (mit Ancic im Doppel/Anm.) war das Highlight der Karriere, aber das ist noch besser", freute sich Ljubicic, dem egal war, wen er als Finalgegner bekam. "Das kümmert mich nicht, wir sind dort."

Im nationalen Tennis-Center der Slowakei in Preßburg brachte Hrbaty den Sieg gegen den schon im Auftaktmatch gegen Karol Beck unterlegenen Coria unter Dach und Fach. Der Lokalmatador, der im Vorjahr die deutsche Daviscup-Mannschaft fast allein geschlagen und den Verbleib seines Teams in der Weltgruppe gesichert hatte, rehabilitierte sich für die Auftaktniederlage gegen David Nalbandian und führte sein Team erstmals ins Endspiel. (APA/dpa/Reuters)

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