Elternverein fordert "Schule ohne Handy"

von Redaktion  |  25. September 2005, 20:36

Vertreter wollen zudem, dass Verbraucherbildung und Konsumentenschutz fixer Bestandteil des Unterrichts werden

Der Dachverband der Pflichtschul-Elternvereine forderte am Freitag eine "Schule ohne Mobiltelefone". Grund dafür ist die jüngste market-Umfrage, wonach Eltern das Handy als Schuldenfalle Nummer eins sehen. Die Elternvertreter wollen zudem, dass Verbraucherbildung und Konsumentenschutz fixer Bestandteil des Unterrichts werden. Das Sozialministerium wies auf bestehende Hilfs-und Beratungsprojekte hin, Details sind unter jugendinfo.at zu finden.

Drei Viertel der 502 von market befragten Eltern bezeichneten das Handy als "besonders große" oder "große Gefahr" für eine Überschuldung. Zwei Drittel sorgen sich außerdem über ein mögliches gesundheitliches Handyrisiko. 44 Prozent können sich ein Handyverbot für unter 14-Jährige vorstellen. (red/DER STANDARD; Printausgabe, 24./25.9.2005)

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6 Postings
andrea herold
27.09.2005 12:13
zurück zum festnetz

wir hatten keine mobiltelefone und wir haben auch überlebt. die kinder müssen nicht schon von klein auf ein eigenes handy haben. es hat ausser der zitierten schuldenfalle auch noch andere nachteile: keiner hält sich mehr an eine zeitliche abmachung, treffen werden vereinbart, verschoben, verlegt, nix ist fix: klassisch: "du treffen wir uns in einer halben stunde?" "ja passt, ich ruf dich in 20min nochmal an"
"hallo, ich bins wieder, in 15 min im cafe, bin knapp dran" "ok" "hi, du ich hab x getroffen, gehts auch später?" "ja ich warte halt da.." "hallo, wo bist du denn?" "ich hab gewartet und y kam vorbei, da sind wir rüber in den park"....blablabla
in festnetzzeiten war das anders: "um 13 uhr beim cafe" - und da waren dann auch alle.

iq170
26.09.2005 20:35
Nicht nur Kosten...

Ich finde auch dass, die Kinder wieder mehr vom Handy wegkommen sollten. Man hat ja das Gefühl, dass ohne gar nix mehr geht. Und es ist ja nicht nur das Kostenproblem, sondern auch das Kommunikationsverhalten und der Sprachstil das darunter leidet. Klar, in der Schule ist das Handy unter der Stunde aus, aber in den Pausen gehts rund. SMS im Telegrammstil, dazu ein paar "Smileys" um die Stimmung auszudrücken und der Lehrer erntet böse Blicke wenn er von Haupt-und Nebensätzen spricht...

segelboot
26.09.2005 15:52
Grundsätzlich

finde ich die Idee gut, was ich hier schon wieder rauslese ist dass wir die Verantwortung aus dem Elternhaus in die Schule geben. Sollte nicht auch zuhause die Bildung und die Schulung mit dem Umgang solcher Medien gelernt werden? Wir Eltern sind definitiv dran! Wenn die Kinder mal in die Schule gehen, is a bissl spät...

elvis the fat years
24.09.2005 19:45

wozu denn das bitte? hat der elternverein das gefühl, daß das mobiltelefon leistungsminderd wirkt? telefoniert wird während dem unterricht ja sowieso nicht. das darf sich keinE schülerIn erlauben.

TillaEulenspiegelin
24.09.2005 16:16
Und sonst haben wir keine Probleme?

Und die Jugendlichen werden kleinere Handyrechnungen produzieren, wenn's in der Schule verboten ist? Das glauben die doch selber nicht, oder? Aber bitte, sollte es dort den Unterricht stören, ist ein Verbot vielleicht gerechtfertigt.
Ich denke, dass der richtige Umgang mit dem "Handy" ( = auch mit Geld an sich?) eher nur am Rand ein Schulthema ist.
Wie wär's, liebe Elternvereine, statt dessen endlich das leidige Raucherzimmerproblem anzupacken? Es gibt schon so viele öffentliche Plätze, wo nicht mehr geraucht werden darf (glücklicherweise) - aber in dem Alter, wo erwiesenermaßen der Grundstein zur Sucht gelegt wird, an einem Ort, wo sich die "Zielgruppe" täglich stundenlang aufhält, darf weitergemacht werden? Das ist ein Schulproblem!

living reef
24.09.2005 06:58
elternverein fordert....

es liegt doch an den eltern selber, was die ach so herzigen kinderleins in heutigen zeiten so alles ab sachen in die schule mitnehmen. wenn schon tafelklassler in ihrer schultüte ein mobiltelefon vorfinden, dann darf man sich ja auch nicht wundern, dass die kinder das dann auch mitnehmen wollen. wäre ja auch nichts dagegen einzuwenden, wenn damit auch die erziehung zu einem vernünftigen umgang mit solchen sachen platz ggreift. das tut es aber nicht, (weil sonst ja die armen kleinen . weil natürlich ist die schule eine belastung für sie...) sonst bekommen die armen einen seelischen knacks, wenn mal was verboten wird. das verhalten der kinder ist inicht unwesentlich geprägt von der wertevermittlung durch die eltern!

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