Dachfonds: Kampf wird härter

27. Oktober 2005, 12:25
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Schon 79 ausländische Fondsgesellschaften kämpfen um Markt­anteile in heimischen Dachfonds - JPMorgan liegt deutlich vorn, so die aktuelle e-fundresearch.com-Studie

Der Konkurrenzkampf in der Fondsindustrie wird härter. Das bestätigen auch jüngste Zahlen der kürzlich veröffentlichten "e-fundresearch.com Dachfondsstudie", die seit dem Jahr 2000 die Entwicklung des inländischen Publikums-Dachfondsmarktes analysiert. Dachfondsmanager sind die wichtigste Kundengruppe für ausländische Fondsgesellschaften.

Besonders auffällig dabei ist der Rückgang der konsolidierten Marktanteile der jeweils zehn größten ausländischen Fondsanbieter. Dieser lag im Jahr 2000 bei 74,4 Prozent und ist in den letzten Jahren bis auf 54,6 Prozent gefallen (Stichtag: 30. Juni 2005). Auch stieg die Anzahl der in den größten 100 Publikums-Dachfonds vertretenen ausländischen Fondsgesellschaften von 33 vor sechs Jahren auf mittlerweile 79 an. Das Volumen der Publikums-Dachfonds erhöhte sich im selben Zeitraum von 7,8 auf 10,5 Mrd. Euro.

„In den letzten Jahren hat sich der Wettbewerb unter den ausländischen Fondsgesellschaften deutlich verstärkt. Das Ranking des Jahres 2005 zeigte eine Fortsetzung bekannter Trends, allerdings auch einige Überraschungen“, erläutert Albert Reiter, Geschäftsführer der e-fundresearch.com Data GmbH, die Ergebnisse der aktuellen Studie.

Auswirkungen durch den Fall der Sicherungssteuer per 1. Juli 2005 werden im Rahmen der „e-fundresearch.com Dachfondsstudie“ im Jahr 2006 analysiert.

JPMorgan Asset Management ist Marktführer unter den ausländischen Fondsgesellschaften und liegt mit 11,4 Prozent Marktanteil an der Spitze des Rankings. In diesem Jahr konnte der Vorsprung zur Konkurrenz deutlich ausgebaut werden. Fidelity Investments (6,4 %) und Merrill Lynch (6 %) sind ebenfalls im Spitzenfeld positioniert.

Top-5: Marktanteile ausländischer Fondsgesellschaften

1. JPMorgan (11,4%)

2. Fidelity Investments (6,4%)

3. Merrill Lynch (6,0%)

4. Pioneer (5,6%)

5. Nordea (4,8%)

Seit der erstmaligen Veröffentlichung der Studie im Jahr 2000 konnte sich eine Reihe ausländischer Fondsgesellschaften im Markt etablieren und in Spitzenpositionen des Rankings aufsteigen. Im 6-Jahres-Vergleich zählten Nordea und Pioneer zu den Aufsteigern.

Zur Jahreshälfte 2005 waren insgesamt 79 ausländische und 12 inländische Fondsgesellschaften in den Top 100 der österreichischen Publikums-Dachfonds mit 586 unterschiedlichen Subfonds vertreten. Der größte ausländische Subfonds war der „Pioneer Funds – Top European Players“ vor dem Vorjahressieger „Nordea 1 – North American Value Fund“.

Mit 26 unterschiedlichen Subfonds konnte JPMorgan die breiteste Produktpalette in österreichischen Dachfonds platzieren. Auf Platz zwei folgen DWS und Allianz/dit mit jeweils 20 unterschiedlichen Fonds.

Weitere Infos zur Studie finden Sie hier.

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