Studie: Klimawandel führt zu Anstieg von Krankheiten und Naturkatastrophen

9. November 2005, 13:26
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Auch WHO warnt vor Todesfällen aufgrund der Erderwärmung

Canberra - Der Klimawandel wird einer australischen Studie zufolge langfristig zu einem deutlichen Anstieg von Krankheiten und Naturkatastrophen führen. Die langfristig steigenden Temperaturen führen zu mehr Dürren, Überflutungen und Taifunen sowie zu einer Zunahme von Malaria und Cholera, wie eine Untersuchung des australischen Ärzteverbandes und der Naturschutzorganisation ACF ergab.

"Wir reden hier nicht länger nur über einen längeren Sommer und eine kürzere Ski-Saison", sagte der Ärzteverbandspräsident Mukesh Haikerwal am Donnerstag. "Der Klimawandel wird unserer Gesundheit schädigen. Es werden mehr Menschen sterben, da sich unser Boden, unsere Welt, unser Zuhause aufwärmt." Die Organisationen prognostizierten bis zum Jahr 2100 einen Anstieg der Temperatur um ein bis sechs Grad. Sie riefen dazu auf, weltweit deutlich weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Atmosphäre auszustoßen.

WHO-Warnung

Noumea/Neukaladonien - Bis zu 10.000 Menschen könnten nach einer Schätzung der WHO künftig jedes Jahr an den Folgen der Erderwärmung sterben. Der regionale Umweltberater der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Asien, Hitoshi Ogawa, verwies am Donnerstag auf Krankheiten infolge von extrem hohen Temperaturen und einer wachsenden Moskito-Plage. Eine Studie zu Klimaveränderungen aus dem Jahr 2000 lege den Schluss nahe, dass die Menschen vor allem im asiatischen Raum stark gefährdet seien, sagte Ogawa im Inselstaat Neukaledonien.

Mehrere Forschungsprojekte sind zu dem Schluss gekommen, dass die Erderwärmung extreme Wetterbedingungen auslösen kann. Folge sei etwa eine wachsende Stärke tropischer Wirbelstürme. Ogawa rief die asiatischen Staaten auf, vor allem den Ausstoß von Kohlendioxid zu begrenzen. (APA/AP/Reuters)

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