Stichwort: Leichtwasserreaktor

20. Juni 2006, 18:29
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Nur bedingt zur Herstellung von atomwaffenfähigem Material geeignet

Hamburg - Reaktortypen unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre Kühlung. Für Leichtwasserreaktoren wird dazu gewöhnliches - "leichtes" - Wasser verwendet. Diese Reaktoren gibt es in zwei Bauarten: als Druckwasser- und als Siedewasserreaktor. Beide arbeiten mit angereichertem Uran und eignen sich nur bedingt zur Herstellung von atomwaffenfähigem Material.

Der Druckwasserreaktor ist der bei Kernkraftwerken weltweit am häufigsten eingesetzte Typ. Er arbeitet mit zwei Kühlkreisläufen. Zunächst wird die im Reaktorkern durch Uranbrennstäbe erzeugte Wärme mit Wasser unter einem Druck von etwa 160 bar abgeleitet. Der hohe Druck verhindert eine Dampfbildung, welche die Wärmetransportfähigkeit drastisch verringern würde. Danach wird die Wärme an einen zweiten, nicht radioaktiv belasteten Wasserkreislauf übertragen. Dort wird Dampf erzeugt, der über eine Turbine die stromerzeugenden Generatoren antreibt.

Beim Siedewasserreaktor verdampft das Wasser teilweise schon im Reaktorkern. Die Dampftemperatur beträgt etwa 290 Grad Celsius, der Druck liegt bei rund 70 bar. Der Wasserdampf wird aus dem Reaktorbehälter hinausgeführt und direkt durch die angeschlossene Turbine geleitet. Danach wird der Dampf abgekühlt und kondensiert. Das so zurückgewonnene Wasser gelangt erneut in den Reaktorkreislauf. (APA/dpa)

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