Regierungskrise wirbelt Parteien-Umfragewerte durcheinander

25. November 2005, 14:49
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Smer von Robert Fico und Christdemokraten von Pavol Hrusovsky punkten, Verluste für Pavol Rusko und Mikulas Dzurinda

Preßburg - Die seit Wochen andauernden Turbulenzen in Regierung und Parlament wirbeln nun auch die Umfragewerte der slowakischen Parteien durcheinander. Die linksgerichtete oppositionelle Partei Smer (Richtung) kommt einer aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts UVMM auf 35,4 Prozent der Stimmen. Anfang August waren es noch 31,7 Prozent gewesen.

Einen Zuwachs an möglichen Wählern registrierte auch die Christdemokratische Bewegung (KDH) mit 12,3 Prozent (7,2 Prozent). Die oppositionelle Bewegung für eine Demokratische Slowakei (HZDS) von Ex-Premier Vladimir Meciar erreichte 11,6 Prozent nach 12,3 Prozent. Die Ungarnpartei (SMK) genießt indes stabile Unterstützung: im September waren es 10,5 Prozent, im August 10,9 Prozent. Die derzeit im Parlament nicht vertretene Slowakische Nationalpartei (SNS) würde 8,8 Prozent bekommen (8,2).

Die Slowakische Demokratische und Christliche Union (SDKU) von Premier Mikulas Dzurinda stürzte dagegen von 10,6 auf 7,4 Prozent der Stimmen ab. Die Kommunisten (KSS) würden mit 4,8 Prozent der Stimmen den Einzug ins Parlament verfehlen. Im Vormonat hätten sie noch fünf Prozent der Stimmen bekommen. Der größte Verlierer ist aber die Allianz des neuen Bürgers (ANO) des entlassenen Wirtschaftsministers Pavol Rusko. ANO würde im September nur 2,1 Prozent der Stimmen bekommen, im August waren es noch 6,6 Prozent. Im 150-köpfigen Parlament käme Smer damit auf 62 Mandate, vor KDH (22), HZDS (20), SMK (18), SNS (15) und SDKU (13). (APA)

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