Peek & Cloppenburg mit Anhängsel

10. November 2005, 13:41
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P&C, Käufer des Finanz­ministeriumsgebäudes in der Wiener Kärntner Straße, will - zur Not auch mit Altmietern im Gebäude integriert - das Objekt ab 2007 neu gestalten

Wien - Das Gerücht war Anfang August bereits im STANDARD zu lesen, nun ist es fix: Der deutsche Familienkonzern Peek & Cloppenburg bekommt den Zuschlag für die Übernahme von 60 Prozent der Gesellschaft, die den Standort "Kärntner Straße 27-33" entwickeln soll.

Verkäufer ist die Bundesimmobiliengesellschaft BIG, die bis zum Baubeginn 2007 ihre 40 Prozent weiter halten will. Über den Kaufpreis schweigen beide Partner eisern, laut BIG-Chef Christoph Stadlhuber seien man "sehr zufrieden". Anfang des Jahres hatt die BIG wie berichtet die drei Topimmobilien um 50 Millionen Euro erworben.

300 Finanzbeamte ziehen um

Derzeit werken dort noch rund 300 Finanzbeamte, diese werden bis Ende 2006 in die Hintere Zollamtsstraße, ins ehemalige Gebäude der Statistik Austria, übersiedeln. Ein neuer P&C-Flagshipstore werde ab 2007 gebaut werden können, laut Ralph Ludwig, Manager beim Düsseldorfer Textilhändler, werde ein "international renommierter Architekt" mit der Neugestaltung des teilweise denkmalgeschützten Objektes betraut werden (in Köln arbeitete man mit Renzo Piano zusammen, unter anderem bekannt durch seine Arbeit am Centre Pompidou in Paris und Architekt des London Bridge Tower).

In Wien ist noch offen, was aus den 18.500 Quadratmetern Geschoßfläche werden soll, P&C brauche mindestens 8000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Zum Vergleich: Das P&C-Geschäft an der Mariahilfer Straße hat 14.000 Quadratmeter.

Ausstehende Umwidmung

Auch die Umwidmung steht noch aus, doch es sei bis 2007 genug Zeit, heißt es. Derzeit ist weiters lediglich fix, dass Tango Shoes aus dem Ecklokal Johannesgasse (ehemals: Wohntextilien Backhausen) auszieht. Was mit den anderen Mietern passiert, ist noch offen.

Auf Auszugsverhandlungen über Medien wollen sich die Deutschen nicht einlassen, daher hieß es am Tag der Unterschrift: "Wir könnten Kleinmieter auch aktiv einbinden." Der Zugang könnte dann über das Ecklokal in den Innenhof führen, der überdacht werden könnte. Derzeit haben noch Mietverträge: Sisley, Resi Hammerer, United Chocolates, Street One, D'Ambrosio, Palmers und Maldone.

Peek & Cloppenburg hat in Österreich derzeit vier Standorte (Wien, SCS, zwei in Linz), bis Ende des Jahres kommt einer in Salzburg (im Center Europark), nächstes Jahr einer in Klagenfurt (am Ende der Fußgängerzone) dazu. (szem, (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.09.2005)

  • Objekt Kärntner Straße 27-33: Ab 2007 will der deutsche Bekleidungshändler Peek & Cloppenburg umbauen. Offen ist noch, wer von den derzeitigen Mietern integriert werden soll.
    foto: der standard/matthias cremer

    Objekt Kärntner Straße 27-33: Ab 2007 will der deutsche Bekleidungshändler Peek & Cloppenburg umbauen. Offen ist noch, wer von den derzeitigen Mietern integriert werden soll.

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