Schlusslicht besiegt den Meister

14. Dezember 2005, 12:48
91 Postings

Admira gewann im Hanappi-Stadion gegen Rapid mit 1:0 - Eigentor von Garics besiegelte ersten Saisonsieg der Südstädter

Wien - Der amtierende Meister Rapid Wien hat am Samstag in der 10. Runde der T-Mobile-Bundesliga gegen Schlusslicht Admira mit 0:1 (0:0) verloren und damit im fünften Heimspiel der Saison die dritte Niederlage erlitten. Die Südstädter feierten dank eines Eigentores von Rapid-Verteidiger Garics (75.) den ersten Saisonsieg. Der Champions-League-Teilnehmer Rapid blieb damit auch im fünften Ligaspiel in Folge sieglos.

Ausfall von Hofmann

Auf regen-nassem Rasen bot sich 9.400 Zuschauern - bisherige Saison-Minuskulisse im Hanappi-Stadion - in der ersten Spielhälfte ein schwaches Spiel. Bei den Hütteldorfern kam der tschechische Vize-Europameister von 1996, Radek Bejbl, erstmals auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Hofmann fehlte wegen einer gegen Bayern erlittenen Oberschenkelprellung. Beide Fan-Gruppen präsentierten Transparente gegen Magna und Red Bull, die Rapid-Anhänger protestierten mit einem weiteren Schriftband "Gegen den modernen Fußball".

An Letzteres hielt sich auch der Champions League-Teilnehmer aus Hütteldorf, der gegen passiv agierende Niederösterreicher kein passendes Mittel fand. Die Grün-Weißen waren über weite Strecken feldüberlegen, erspielten sich aber keine hochkarätigen Chancen. Akagündüz (3.) traf das Außennetz, Ivanschitz (13.) verfehlte das Tor mit einem Halbvolley-Versuch. Admira-Goalie Mandl musste bei einem Aufsitzer von Martinez (26.) erstmals ernsthaft eingreifen. Admira-Stürmer Bule (30.) sorgte mit einem Weitschuss knapp über die Latte für die bis dahin gefährlichste Aktion. Wenige Augenblicke später (31.) setzte Ivanschitz nach einem Bejbl-"Fersler" Akagündüz in Szene, Panis rutschte jedoch dazwischen.

Dollinger mit der besten Chance

Nach der Pause verstärkte die Admira ihre Offensiv-Bemühungen. Der kurz zuvor für Bejbl eingewechselte Dollinger fand dann in der 61. Minute aber die größte Rapid-Chance vor, traf aber nach Vorlage von Ivanschitz völlig freistehend nur das Außennetz. Die Admira konterte zunächst mit einem Kopfball von Bule (68.) nach einer Bjelica-Freistoßflanke, ehe die 75. Minute das Schicksal von Rapid besiegelte. Zunächst vereitelte Teamtorhüter Payer eine Hundertprozentige von Egressy per Fußabwehr. Aus dem anschließenden Eckball folgte aber das 0:1.

Akoto verlängerte per Kopf zu Bule, der aus spitzem Winkel Garics anschießt, von dessen Fuß der Ball den Weg ins Tor fand. In der Schlussphase versuchte es der Titelverteidiger mit der Brechstange, konnte die Südstädter aber nicht mehr ernsthaft gefährden. (APA)

  • SK Rapid Wien - Nordea Admira 0:1 (0:0)
    Hanappi-Stadion, 9.400, SR Hofmann.

    Tor: 0:1 (75.) Garics (Eigentor)

    Rapid: Payer - Garics, Valachovic, Korsos, Adamski - Martinez (72. Prenner), Hlinka, Bejbl (59. Dollinger), A. Ivanschitz - Akagündüz, Lawaree (59. Kincl)

    Admira: Mandl - Wimmer, Akoto, Pashazadeh, Panis - Thonhofer, Faraji (92. Pircher), Bjelica, Horvath - Bule (87. Flögel), Saglik (64. Egressy)

    Gelbe Karten: keine bzw. Thonhofer, Akoto, Faraji, Bjelica

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Thonhofer mit Sliding-Tackling gegen Ivanschitz.

    Share if you care.