Angst vor GPL - FreeBSD statt Linux in WLAN-Geräten

7. Oktober 2005, 19:32
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Firmen sponsern Entwickler - FreeBSD 6 erscheint Ende September

Kauft man sich heutzutage einen Access Point oder WLAN-Router, um sich daheim oder im Büro ein drahtloses Netzwerk aufzubauen, so ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass in dem Gerät eine Variante des freien Betriebssystems Linux seine Arbeit verrichtet. Wenn es nach einigen Unternehmen geht, wird Linux jedoch bald durch das Betriebssystem FreeBSD abgelöst.

GPL: Geben und nehmen

Das "Problem" für viele Unternehmen beim Einsatz von Linux ist die Lizenz, unter der das Betriebssystem sowie viele Anwendungen dafür vertrieben werden. Die GPL (GNU General Public License) verlangt, dass der Sourcecode der Software durch den Hersteller veröffentlicht wird, wenn er diesen benutzt oder abändert. Wenn Firmen also Änderungen an Linux vornehmen, müssen sie diese auch der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Organisationen wie etwa gpl-violations.org setzen diese Verpflichtung auch gegenüber großen Unternehmen durch.

Sympathischer

Über das Betriebssystem FreeBSD hingegen jeder frei verfügen, ohne dass der dazugehörige Code veröffentlicht werden muss. Vielen Unternehmen ist diese Lizenzform daher wesentlich sympathischer.

FreeBSD 6.0

Um nun FreeBSD in Routern und Access Points verwenden zu können, wurden BSD-Entwickler von Unternehmen aus dem WLAN-Umfeld gesponsert. So soll in FreeBSD 6.0 die Unterstützung von zahlreichen WLAN-Karten und den dazugehörigen Standards wie Wi-Fi Protected Access (WPA), um eine abhörsichere Verbindung über die Funkverbindung zu schaffen, verbessert werden.

Ende September

Veröffentlicht werden soll FreeBSD nun Ende September, nachdem der erste Termin Ende August nicht zu halten war. Im Zuge dieser Veröffentlichung soll auch die FreeBSD Website einem Relaunch unterzogen werden. (APA)

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