Staatsbürgerschaftsrecht: SPÖ beklagt "Verösterreicherung"

7. November 2005, 13:38
4 Postings

Menschenrechtssprecher Posch: "Zynismus schon sehr fortgeschritten"

Wien - Die "Verösterreicherung und Eingeschlossenheit" der Regierung findet für SPÖ-Menschenrechtssprecher Walter Posch im neuen Staatsbürgerschaftsrecht seine Fortsetzung. Diese "politische Selbstbezogenheit, dieser Narzissmus auf die eigene Pracht und Herrlichkeit" bewertete Posch am Donnerstag bei einer Pressekonferenz als "bedenklich".

Posch hat für die Verschärfung kein Verständnis: "Warum eigentlich? Sind wir übervölkert?". Besonders das Recht auf Familienleben werde mit der neuen Regelung "eindeutig" beschnitten. Gerade das zeige, "wie sehr der Zynismus schon fortgeschritten ist", urteilte der Abgeordnete. Der SPÖ-Politiker versteht auch nicht das Insistieren auf die Deutschkenntnisse, denn auch unter Regierungsmitgliedern gehe es beim sprachlichen Ausdruck bis weilen recht "holprig" zu, meinte Posch. (APA)

Share if you care.