Korea-Autos neu und günstig

    28. Mai 2006, 22:18
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    Wenn der Preis zur Tugend wird - Chevrolet, Kia, Hyundai und Ssangyong bleiben des Finanzministers Albtraum

    Windschatten der Japaner - und bevor der große Rummel um die China-Autos beginnt - hat sich Korea endgültig als große asiatische Autobau-Nation etabliert. Hauptargument für Geiz-ist-geil- Käufer: Preis-Leistung.

    Auf der IAA zeigen die Koreaner Modelle für jede Nische und punkten im Bereich komplett ausgestatteter Autos zu fairen Preisen in überzeugender Qualität. Auch mit günstiger Geländewagen wissen die Koreaner zu überzeugen, die japanischen Konkurrenten leiden wie die deutschen unter den hohen Herstellkosten. Versuche der Koreaner, in der gehobenen Mittelklasse zu punkten, blieben bisher ohne großen Erfolg, doch sie bleiben hartnäckig dran.

    Chevrolet startet durch

    Daewoo, vor neun Monaten zu Chevrolet mutiert, startete besonders kräftig durch: eine Verkaufssteigerung in Österreich von 65 Prozent, noch dazu ohne Diesel im Talon, bedeutet 1,5 Prozent Marktanteil. Als einzige Neuheit steht in Frankfurt die als Kalos-Nachfolger vorgesehene Stufenhecklimousine Aveo.

    Nach Europa kommt dieses Auto mit 1,4-Liter-Benzinmotor Anfang 2006, über die Einführung in Österreich gibt es noch keine Entscheidung. Interessant der Blick in die Zukunft: Im April wird der neue Evanda vorgestellt, im Juni folgt der S3X Allrad mit Common-Rail-Diesel. Diesen Motor erhält kurz darauf auch der Nubira.

    Hyundai freut sich

    Bei Hyundai freut sich alles über die Ende des Jahres bevorstehende Einführung des großzügig überarbeiteten Getz. Die neuen 4-Zylinder-Motoren schöpfen am Benzinsektor aus 1,1 Litern Hubraum 67 PS und aus 1,4 Litern 97 PS. Wer sich für Selbstzünder (mit Partikelfilter) entscheidet, kann zwischen 88 PS und 110 PS wählen. Kampfpreis der Einstiegsversion: 9990 Euro.

    Die Schwestermarke Kia, in Österreich wie Hyundai sehr erfolgreich unterwegs, will mit dem neuen Mittelklassemodell Magentis am VW-Passat- und Businesskunden-Kuchen mitnaschen. Gefällig im Design, komplett ausgestattet, gibt's zum Start zwei Benziner-Vierzylinder: einen mit 144 PS und einen 2,7-Liter-V6 mit 188 PS. Der 140 PS starke 2,0-Liter Common-Rail-Diesel mit Partikelfilter folgt im Frühjahr 2006. Preisvorstellungen: zwischen 22.000 bis 25.000 Euro.

    Ssangyong wirbelt

    Der Zungenbrecher Ssangyong, zu 51 Prozent im Besitz von Shanghai Motors, ließ in Frankfurt unter Trommelwirbel den neuen SUV Kyron aufs Podest klettern. AVL Graz überarbeitete das ursprüngliche Mercedes-Diesel-Aggregat, technische Feinheiten wie zuschaltbarer Allradantrieb mit Untersetzungen oder Hill Descent Control sind im voraussichtlichen Kaufpreis von rund 24.000 Euro enthalten. (Peter Urbanek für DER STANDARD/Automobil von der IAA)

    • Chevrolet Aveo: Auch bei uns. Vielleicht.
      foto: werk

      Chevrolet Aveo: Auch bei uns. Vielleicht.

    • Mit Mandelaugen: Hyundai Getz.
      foto: werk

      Mit Mandelaugen: Hyundai Getz.

    • Kia goes Business: der neue Magentis.
      foto: stockinger

      Kia goes Business: der neue Magentis.

    • Ebenfalls unterwegs: Ssangyong Kyron.
      foto: werk

      Ebenfalls unterwegs: Ssangyong Kyron.

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