Schröder: Merkel nicht als Kanzlerin geeignet

Redaktion, 16. September 2005 16:56

Wer Debatte um Position des künftigen Finanz­ministers zulasse, sei nicht geeignet, drittgröß­te Wirtschafts­macht der Welt zu führen

Hamburg/Bremen - Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder der CDU-Chefin Angela Merkel die Eignung als Kanzlerin abgesprochen. Wer die aktuelle Debatte um die Position des künftigen Finanzministers in der CDU zulasse, der sei nicht geeignet, die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt zu führen, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend vor rund 8.000 Zuhörern auf einer Wahlkampfveranstaltung in Hamburg.

Zugleich kritisierte Schröder die in der CDU diskutierte Tandemlösung mit den Unions-Finanzexperten Paul Kirchhof und Friedrich Merz: "Der eine kann es, will es aber nicht. Und der andere kann es nicht, will es aber. Und die wollen Tandem fahren", sagte Schröder. Scharfe Kritik übte der Kanzler auch am Vorschlag Kirchhofs zur Neuorganisation der Rentenversicherung.

Kritik an Merkels Idee eines Energiegipfels

Den Plan von Kanzlerkandidatin Angela für einen Energiegipfel kritisierte der Bundeskanzler bei einem Wahlkampfauftritt in Bremen als verspätet. Seit sieben Jahren bringe die Politik der rot-grünen Koalition ökologische und wirtschaftliche Fragen zusammen, betonte er. Auch in anderen Frage hätten CDU und CSU die Zeichen der Zeit verschlafen. "Wer glaubt denn, dass die Verschlafenen von gestern den Aufbruch von morgen organisieren können", sagte Schröder in der Hansestadt vor rund 4.000 Zuhörern.

Außenpolitisch stehe die rot-grüne Koalition zu ihren Bündnispartnern, betonte Schröder. Man habe aber auch klar gemacht, dass über eine deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen in Berlin entschieden werde und "in keiner anderen Hauptstadt". Zwar möge die Union friedenswillig sein, sagte Schröder. Er habe aber Zweifel, ob sie auch fähig sei, Frieden zu halten, "wenn der Druck zu groß wird", fügte er hinzu. (APA/AP)

Super Apollo
15.09.2005 17:10
Merkel nach Washington

Der Merkel sollte nicht, wie von Spaß Kandidaten hinter die wiederaufgebaute Berliner Mauer, in den Osten des Landes verbannt werden, sondern würde sich, wie ich finde, recht gut in Washington machen. Wo sonst kann man sich so ungeniert vor den Karren der Wirtschaft spannen lassen ungeniert die Bevölkerung ausbeuten, und dabei auch noch gut aussehen! Angie go home. Die deutschen sollten sich ein Beispiel an den Norwegern nehmen.

D Bangrah
15.09.2005 12:14
4000 oder 8000

Nich dass es so wichtig wäre, aber waren es jetzt 4000 oder 8000 zuhörer?

Girgl Galgenstein
15.09.2005 09:40
Schröder nicht als Kanzler geeignet?

mag der sich wundernde Zeitgenosse fragen. Gewiß, es herrscht Wahlkampf. Doch irgendwie fragt man sich auch, ob der der Beste ist, der das größte Ego aufweist. Schröder droht daran zu platzen.

Wilhelm Steinitz
14.09.2005 22:19
Wie schon beim TV-Duell:

Schröder weiß alles besser, und Merkel hat wahrscheinlich keine Ahnung, was sie drauf sagen soll.

das TNC
14.09.2005 23:20

Ich habe irgendwie das Gefühl Merkel würde früher oder später einem Bush / Blair nachgeben wenn sie Unterstütung fordern. Jetzt streitet sie es ab, aber sie hat schon bewiesen wie schwach sie wirklich ist, sie würde nachgeben weil sie sich dadurch irgendetwas erhofft, weil sie es auf andere Art und Weise nicht wirklich schaffen wird.

Girgl Galgenstein
15.09.2005 09:38
Schwach?

da haben etliche Männer in ihrer Partei aber andere Erfahrungen gemacht.

hallo 51
 
15.09.2005 16:49

Es gibt zwei verschiedene Spielfelder.
Der eine ist unschlagbar bei Heimspiel in der Regionalen Liga Deutschland (CDU/CSU) aber absolut schwach in
der A-Liga der internationalen Politischen Weltliga.
Die Intrigen und Boshaftigkeit der Merkel reichen daheim
in der CDU/CSU aber wird keinen Bush o. Blair
beeindrucken. Die beiden werden diese Frau in Stücke
reisen und einen dienlichen Untertan für die Weltpolitischen Spiele nutzen.
Das haben wir bei Merkel schon gesehen als Sie die USA besucht hat als niemand in Deutschland mit dem IRAK Krieg zu tun haben wollte.
Als Politiker egal welcher Partei MUSS jeder in der Außenpolitik hinter dem Vertreter des deutsche Staates stehen dh. der amtierenden Regierung.
Alles andere ist Vaterlands Verrat!

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