Klasnic bestätigt Interventionen für Hirschmann

Redaktion, 30. September 2005 13:21
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    Foto: standard/cremer

    Die steirische Frau Landeshauptmann hatte für ihren jetzigen Konkurrenten Gerhard Hirschmann bei bis zu 15 Politikern und großen Unternehmen interveniert.

Bis zu 15 Personen gefragt, ob sie "etwas organisieren" könnten - "Damals von Kandidatur keine Rede" - Hirschmann widerspricht

Wien/Graz - Die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) hat gegenüber der "Presse" (Dienstag-Ausgabe) bestätigt, dass sie für den Ex-ÖVP-Landesrat und jetzigen Listenführer Gerhard Hirschmann bei Politikern und großen Unternehmen interveniert hat. Sie betonte aber, dass sich das alles in den ersten Monaten des Jahres 2004 abgespielt habe und nicht mit der Landtagswahl in Zusammenhang stehe. "Damals war von einer Kandidatur keine Rede. Ich habe mir nichts vorzuwerfen", so Klasnic.

"Zwölf oder 15 Leute gefragt

Insgesamt hat Klasnic, wie sie selbst sagt, "zwölf oder 15 Leute gefragt, ob sie Aufträge für ihn (Hirschmann, Anm.) haben". Mit dabei waren etwa der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (V) und VP-Politiker aus Bundesregierung und Parlamentsklub. Auch das schon bekannte Gespräch mit Magna-Chef Frank Stronach sei "in diesem Licht zu sehen". Die Gesprächspartner hätten stets zugesagt, "dass sie mit Hirschmann reden werden", so Klasnic.

"Wort gehalten"

Klasnic präzisierte am Dienstag zum Thema Hirschmann-Intervention, sie habe unmittelbar nach dessen Ablöse durch den EStAG-Aufsichtsrat zugesagt, sie werde sich für ihn einsetzen und sich um neue Aufgaben und Aufträge umhören. "Ich habe Wort gehalten", so Klasnic auf APA-Anfrage. Mit den 291.510 Euro, die er über den von der EStAG gezahlten Vergleich hinaus von privater Seite erhalten habe, habe sie nichts zu tun gehabt, auch nicht mit Auftragszusagen, die im Mai 2005 eine Kandidatur verhindern hätten sollen.

"Keine Postenvermittlung"

Klasnic verwies auf ihre Aussagen im Pressefoyer nach der Sitzung der Landesregierung am 23. Februar 2004, als sie auf Journalistenfragen, was nun mit dem suspendierten Hirschmann geschehe, sagte: "Hirschmann ist für sich selbst verantwortlich, und die steirische ÖVP hat keine Postenvermittlung. Aber Waltraud Klasnic kann sich wo einsetzen." Die steirische Landeshauptfrau damals weiter: Der Ex-Landesrat sei ein erfolgreicher Politiker bis zu einem gewissen Zeitpunkt gewesen. Hirschmann habe Reputation und eine große Chance für die Zukunft.

Hirschmann widerspricht Klasnic: Firma erst im November 2004 gegründet

Listenführer Gerhard Hirschmann zeigte sich Montagabend erfreut darüber, dass die steirische Landeshauptfrau Interventionen zu seinen Gunsten bestätigt hat. Er verwies allerdings darauf, dass seine Firma erst im November 2004 gegründet worden sei. Klasnic hatte erklärt, ihre Interventionen hätten nichts mit der Landtagswahl zu tun gehabt und seien bereits in den ersten Monaten 2004 erfolgt.

Für Hirschmann bestätigen "die Worte der Frau Landeshauptmann, dass es einigen Mächtigen in der Steiermark von Anfang an sehr wichtig war, Gerhard Hirschmann nicht nur von der Politik, sondern auch von seiner Heimat Steiermark fern zu halten"; damit würden sich "erfreulicherweise langsam aber sicher" die Nebel lichten. Und nach dem Hinweis auf die zeitliche Differenz zwischen Klasnics Angaben zum Zeitpunkt ihrer Interventionen und der Gründung seiner Firma stellt er in der Aussendung fest: "Die Aussagen der Frau Landeshauptmann bedürfen keiner weiteren Interpretation mehr." (APA)

Kommentar posten
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Hans Wiener
13.09.2005 18:45
Alles für die Partei

Der faule Voves soll endlich die Frau LH zum Vorbild nehmen, was der Lopatka mit "fleissig sein" wirklich meint.

Schilcherfreund
13.09.2005 18:41
Jugendliche erzählen I.. (Ö3 möge mir verzeihen)

Hallo, alle mal herhören!

Heute erzähle ich euch die abgespacte Story von der Gütigen Waltraud vom Karmeliterplatz und dem Holy Gerry. Vor knapp acht Jahren hat der zweite Ableger einer Lodenfraktiondynastie beim Televoting einen derartigen Songcontestscore hingelegt, dass er beleidigt zum Parkbankerlwärmen in den Grazer Stadtpark abgedampft ist.

Da hat sich dann einer seiner Gamsbartabstauber schon drauf gefreut, in die Latschen von dem Murjoschi zu steigen. Aber weil der Looser manchen nicht geheuer war, sind seine Chances breitbandlike gleich in Richtung Schenkungssteuerleistung von unserem Hilfigermodel in der Himmelpfortgasse gedriftet, also gegen 0.

Schilcherfreund
13.09.2005 18:42
Jugendliche erzählen II...

Das hat seinen Moodlevel nicht grad upgegradet und er war stinkig wie das Katzenklo im Haus von Manfred Deix, wenn der mal vier Wochen absent war.

Statt ihm ist dann so eine liebe Truckerbaronesse Marke Semmeringmariandl in die grufty Location in Graz eingezogen und der Loser von oben durfte ein bisserl als Landesrat mitspielen, das ist so was wie der Sandstrandkehrer bei einer geilen organisierten Maturareise. Da hat er dann mit der goldenen Amex von den Steuerzahlern einen Mister Wichtig auf Big Spender machen dürfen: da a bisserl ein Schotter für ein Burggraben-Blondie, dort a Gersterl für einen abzwickten englischen Supersizematchboxautos-Jonglierer.

Schilcherfreund
13.09.2005 18:45
Jugendliche erzählen III

Dem Holy Gerry hat das aber nicht lang getaugt hat sich gelangweilt wie ein Platzanweiser beim BZÖ-Parteitag. Und weil die Gütige Waltraud keinen Bock auf ein baldiges Chilling-Out gehabt hat und auch noch ein anderer bei ihr berufsmäßig reingebraten hat, hat er sich in den Palazzo Prozzo verturtelt.

Nach ein paar Monaten war im dort der Straßenbahnsoundlevel zu hoch und als ihm einer die letzen zwei Blätter Sitzmuskelputzpapier weggeschnappt hat war sein Testosteronspiegel im Arroganzlevel von unserem Bundeskanzler und er hat einen auf Hobby-Fielder gemacht, also Rechnungshof für Arme.

Er hat gesagt dass die dort alle im Monat mehr verdienen als ein Teenygeschwader für megageile Ringtones ablegt.

Fernsehheiler
13.09.2005 18:14
Sehr geehrte Frau Klasnic!

Ist es nicht langsam an der Zeit, sich mal Gedanken zu machen was das Volk eigentlich wirklich will?
Die Arbeitsplätze die sie geschaffen haben werden bald abwandern und noch so vieles mehr.
Wann kann man denn von dieser Regierung erwarten, dass sie uns die Wahrheit und zwar die ganze Wahrheite erzählt.
Oder machen Sei es wie der Bundeskanzler, der schweigt wenigstens immer.

hercule poirot1
13.09.2005 17:51

Das ist das traditionelle Steiermark. Scheinbar die
Wiege aller schrägen Dinge an Vorbildern mangelt´s
ja nicht z.B. Pfriemer, Strafella, Rintelen um nur einige
zu nennen.

grassl
13.09.2005 17:47
die moral von dieser g'schicht?

das ist das wahre övp-gesicht.

einkremser Winzer
13.09.2005 17:46
Zustände wie in einer Bananenrepublik.

Man sollte verfassungsrechtlich verbieten dass eine politische Partei länger als, sagen wir mal, 12 Jahre an der Macht ist. Sowohl in den Ländern als auch im Bund. 35 Jahre ÖVP, nur so sind diese Zustände zu erklären. Gleiches gilt natürlich auch für Wien.

ferenc
13.09.2005 17:05
sehr geehrte frau klasnic,

könnten Sie nicht auch für mich bei politikern und großen unternehmen intervenieren? Sie müssen dazu ja nur 12 bis 15 leute fragen, ob sie aufträge für mich haben. Sie können natürlich auch den herrn pühringer mitnehmen ( wenn's was hilft ). auch ein gespräch mit magna-chef stronach darf gerne unter diesem licht erscheinen. ich weiß zwar, dass Sie keine postenvermittlung betreiben, aber Sie, frau klasnic, können sich ja wo einsetzen, wie Sie sagen. ich bemühe mich um reputation und sehe mich als große chance für die zukunft. vielen dank im voraus.

Ava Tar
13.09.2005 16:35
Wenn jeder Österreicher 1,- dem Schüssel gibt, damit er in Pension geht...

wäre das legal ?
.
.
.
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Wenn ja, dann sollten wir rasch zu sammeln beginnen !

Helge Remsgard Remsgard
13.09.2005 15:24
bitte

abwählen.

des is so unerträglich.

Ein Österreicher
13.09.2005 17:07
Alternative!

Keine Spur einer Alternative, wenn ich an Vieles anders, vieles neu als LH denke, fühle ich mich dabei um nichts besser!!

gerhard maierhofer
13.09.2005 18:43

na schauens, wenn jetzt andere an die macht kommen, schauen die alten nehmer die finger und so werden neue leute begünstigt und das wäre natürlich gerechter. und irgendwann wenn mensch nicht mehr weiß bei wem mensch sich einhauen soll, weil dann auch den bürgernahmen landtägen demokratische normalität einzieht, dann wird solche unverfrorene freunderlwirtschaft vielleicht ein bisschen eigedämmt.

ich möcht nur anmerken, weil immer so auf brüssel geschipft wird: genau hier bei unseren lieben, bürgernahen landeshauptleuten wird geschoben und verschwendet wo's nur geht. soll sich doch jede burgenländerin.b. die pro kopf kosten des bank burgenland skandals ausrechnen. das sind die dicken fische!

Markus_L
13.09.2005 15:37

kein probelem. wird sofort erledigt!!

Skaidi
13.09.2005 15:19
Entflechtung von Politik und Wirtschaft absolut wichtig!

Wie kann es sein, daß eine Politikerin, die vom Volk gewählt und dafür bezahlt wird, für das Allgemeinwohl tätig zu sein, ihre Position und ihre Arbeitszeit dafür mißbraucht, bestimmten Personen der Wirtschaft Aufträge zuzuspielen? Das ist sowas von unglaublich und eine solche Frechheit! Ich fordere eine Entflechtung von Politik und Wirtschaft! Mir scheint, mit der persönlichen Integrität ist es bei Frau Klasnic nicht weit her. Ebenso mit der Integrität all der anderen Personen, die sich auf diese unseriöse Weise an solchen Netzwerken beteiligen. Daß Wirtschaftstreibende ihre persönlichen Interessen verfolgen, mag ja noch einsichtig sein. Bei Politikern, die für die Allgemeinheit arbeiten, auf keinen Fall!

newmorning
13.09.2005 17:53
ich fürchte ...

... da erweisen sich zu viele in diesem forum als sehr naiv. bin kein kulturpessimist, aber diese dinge sind in der politik gang und gebe - ich verurteile diese praxis (von praktiken kann man nicht mehr sprechen) zutiefst. ob links oder rechts, ob real existeierender sozialismus (oder doch kommunismus) oder "hoffartige" konservative: an ihren taten sollt ihr sie messen. wenn jene, die immer wieder behaupten das gemeinwohl stünde im vordergrund ihres handelns, beim gegenteil ertappt würden, müssten 3/4 der österreichischen politischen interessenvertreter/ standesvertreter etc. umgehendst ihren rücktritt bekannt geben. greed is one of the seven deadly sins!

pandoras box
14.09.2005 09:42
greed

"greed! hatred! they´re not just good ideas, they´re the precepts this country was founded on. They´re what keep you right were you are, and we´d like to keep it that way..." (cop shoot cop 1991)

Ein Österreicher
13.09.2005 14:37
Ich weiß von nichts!

Sie hat ihre Taktik geändert, bis jetzt wusste die arme Waltraud von nichts!
Die 37% sind das Ergebnis von unfähiger Oppositionspolitik a la Voves.
Die Wahlen werden spannend, so wie es aussieht werden die Kommunisten wohl weit über 10% der Stimmen bekommen. Ob das gut oder schlecht ist soll jeder für sich selbst ausmachen, leider sind auch die Grünen nicht fähig sich der Politik der Schlammschlacht zu entziehen. Öko Themen wären schon wegen der Energiekrise wichtige Themen.
Von den blau-orange-braunen Spliterparteien ist auch nicht viel zu erwarten.

Ein Österreicher
13.09.2005 14:44
Fazit

Wählen werd ich aber aus Überzeugung gehen, jedoch die, die meine Stimme kriegen haben sie nicht verdient.

werinais
13.09.2005 16:14
Hirn einloggen oder was!

Wählen die, die meine Stimme nicht verdienen - wer versteht sowas? Jene Wählen, die die Stimme VERDIENEN, ist das zu kompliziert, oder können Sie nicht denken?

Ein Österreicher
13.09.2005 17:03
Analyse!

Danke für Ihre umfangreiche Analyse!
Sie haben vielleicht nicht ganz verstanden was ich sagen wollte, will ihnen aber nicht unterstellen, dass sie ihr Hirn nicht eingeschalten haben, so etwas würd ich nie machen! Sie haben nur nicht verstanden, dass ich keine der angebotenen Alternativen, im Moment zumindest, als wählbare Alternative sehe. Ich werde aber trotzdem von meinem Wahlrecht gebrauch machen!

hercule poirot1
13.09.2005 15:20

In Österreich haben wir schon seit Jahren nur mehr die Wahl zwischen zwei Übeln

Saskia Fabian
 
13.09.2005 14:36
Wozu also noch bemühen,

wozu sich qualifizieren, wozu sich bilden - ja, genau! Bildung ist schlecht. Wir sollten lieber die Zeit nützen, und uns an Politiker ranmachen, die kümmern sich schon darum, was aus uns wird.

Es ist zum Kotzen!!!!!!!

Toni di Foggia
13.09.2005 15:13
Ein Topf

Du wirfst alle und alles in einen Topf.
Es gibt viele anständige und solide Politiker, Bezirksräte, Bürgermeister, Gemeinderäte, die ordentlich und sauber arbeiten.

Protestier mit deiner Stimme gegen diesen Oma-Wahnsinn!

Klasnic steht für:
- Kohle für Hirschi
- kein Semmering-Tunnel
- kein A1-Ring
- Millionengrab Esdag mit Hirschi
- Pensionskürzungen für alle SteirerInnen

Saskia Fabian
 
13.09.2005 15:24
Nun da hast du vielleich recht

alle sind ja nicht schlimm, das ist nirgends so. Aber wenn ich am Morgen die Meldungen von Bushs Freunderlwirtschaft höre, am Nachmittag die Meldung von Klasnics Freunderln, ja wie soll man denn noch an etwas anderes glauben als an Freunderlwirtschaft?

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