Embryonen ohne Spermien erzeugt

Redaktion, 16. September 2005 20:16
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    dpa/dpaweb/maurice mcdonald

    Ein Schaf hat ihn weltberühmt gemacht: Der britische Genforscher Ian Wilmut klonte mit 'Dolly' 1996 das erste Lamm aus den Zellen eines erwachsenen Tieres.

Schöpfer von Klonschaf Dolly erzeugen ohne Spermien sechs menschliche Embryonen - Jungfrauenzeugung für Stammzellenproduktion

London - Die Schöpfer des Klonschafes Dolly haben sechs menschliche Embryonen erzeugt, ohne dabei Spermien zur Befruchtung einzusetzen. Wie der Gentechniker Paul de Sousa vom Roslin-Institut in Edinburgh am Freitag mitteilte, handelt es sich um künstlich hervorgerufene Teilungen von Eizellen. Die so genannte Jungfrauenzeugung oder Parthenogenese soll nach den Wunschvorstellungen der Forscher eines Tages dazu dienen, serienmäßig Stammzellen zu erzeugen und damit die Grundlage für die gezielte Produktion von menschlichem Gewebe oder Organen zu schaffen.

Die Forscher aus Edinburgh verwendeten nach eigenen Angaben 300 Eizellen. In sechs Fällen gelang es ihnen, die Eizellen zur Teilung anzuregen. Die Embryonen im frühesten Entwicklungsstadium wuchsen dann zu Zellklumpen mit bis zu 50 Zellen heran. Das reicht nach Angaben de Sousas nicht aus, um Stammzellen zu produzieren. Vielmehr müssten sich die Embryonen mindestens bis ins 100-Zellen-Stadium weiterentwickeln. Eine vollständige Entwicklung bis zur Austragung eines Babys ist in Edinburgh nicht geplant und nach britischem Recht auch verboten. Die Forscher wollen aber weiter daran arbeiten, die Verdopplung von Eizellen für die Erzeugung von Stammzellen zu nutzen.

Das Roslin-Institut wurde im Juli 1996 weltbekannt, weil dort mit dem Klonschaf Dolly erstmals ein hoch entwickeltes Lebewesen geklont worden war. Dolly musste vor zwei Jahren wegen einer unheilbaren Lungenkrankheit eingeschläfert werden, wie sie in der Regel erst bei älteren Tieren auftritt. (APA)

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max mayer
12.09.2005 22:32

Langsam erreicht die Diskusssion hier Standardniveau. ;-)

dente di leone
 
12.09.2005 08:56
lebenslang wegsperren

diese "forscher" samt ihrer förderer. die einzig sinnvolle behandlung derartigen grössenwahns.

athene 2003
11.09.2005 15:11
das düfte die nächste narzisstische kränkung sein, oder?

nach galileos kräkung der ptolemäer und freuds kränkung der cartesianer bzw. cogitaner. jetzt aber ist nur die eine hälfte der sich ach so wichtig nehmenden menschleins betroffen. (ich zum glück nicht :-)

und von wegen: "das wäre nur ein klon der mutter." also, es ist doch denkbar, dass sie irgendwann so weit sind, den chromosonensatz einer anderen frau in die eizelle zu hauen. fragt sich also: sind streng genommen männer für die evolution tatsächlich noch notwendig? bzw. wofür sind sie noch notwendig?

Dagmar Rehak
 
11.09.2005 18:33

Es ist bereits jetzt möglich, den Chromosomensatz einer anderen Frau in die Eizelle zu hauen, und zwar indem man das Polköperchen austauscht.
Wenn aus beiden Eizellen dann Kinder entstehen, sind das Komplementär-Zwillinge, die zwar die gleichen Eltern haben, aber kein einziges gemeinsames Gen.

Aber wurscht, was möglich ist, es besteht in keine Richtung Anlass, dass nun das jeweils andere Geschlecht ausgerottet werden kann. Dazu sind die Techniken viel zu teuer und kompliziert, und Ficken viel zu einfach.

athene 2003
12.09.2005 20:15
ja , da haben sie wohl in allem recht

mit dem "wozu noch notwendig" hab ich ausschließlich die evolutionäre sache gemeint.

aKausaL
 
12.09.2005 14:19
Genreplikator 99.90,- €

Über die Ausrottung mach ich mir auch weniger Sorgen, aber um die Misstriebe gelangweilter Geister.
Vor ein paar Jahren war ich bei einer Veranstaltung wo man selber seine Schlüsselgene sequenzieren konnte (mit Hilfe natürlich) wie sie auch in der Forensik verwendet werden. Das war ganz einfach und ging schnell. Als man die CD erfunden hat, war die Vorstellung das sie mal so einfach und billig wie jetzt vervielfältigt werden kann auch noch unter "ferner liefen".
Also mir macht dieses Herumspielen im "Lego-Baukasten Gottes" schon irgendwie Angst, und nicht desshalb weil ich nicht verstehe was hier vor sich geht, sonder aus genau gegenteiligem Grund.

Mamonas
12.09.2005 04:43

"Dazu sind die Techniken viel zu teuer und kompliziert"

Noch..., aber sie haben schon Recht: die Alternative bleibt immer noch (?) die einfachste und billigste von allen ;-)

das hyperion
11.09.2005 10:18
umpff

jetzt nix mehr machosprüche - sonst sind wir männer bald nur meht in zoologischen parks und in lusthäusern (als objekte) zu finden.

also pc abdrehen und dem weiblein beim staubsaugen helfen!

yomellamo
11.09.2005 15:30
wer braucht frauen?

... wenn man die Eizellen einfach klont und die Kinderchen(Sklaven/Soldaten,... in spe) in Reagenzgläsern austrägt, ... wer braucht dann noch Frauen? Der Jubel Einiger über die männerlose Gesellschaft wird wohl nur ein kurzer sein.

Dagmar Rehak
 
11.09.2005 18:41

Und wie kommt etwas Männliches in die "geklonten Eizellen"? (Was meinen Sie eigentlich damit genau?)
Und wo kommt der Nachschub an Eizellen her?
Und wer sagt, dass die Kinderchen Sklaven und Soldaten werden wollen? Die haben vielleicht ganz andere Zukunftspläne.
Und wie sind die Reagenzgläser beschaffen?

Peter Wichtig
11.09.2005 08:25
Super! Da wird sich die Kirche freuen, wenn........

............... jetzt Jesusleins in Serienproduktion hergestellt werden können.

dr.m.
11.09.2005 07:51
wunder-bar

Da muß ich meine Skepsis gegen unbefleckte Empfängnis überdenken. Ave Maria.

max mayer
10.09.2005 22:06

Und wo kommt der 2. Chromosomensatz her?

Dagmar Rehak
 
11.09.2005 12:35
Durch Recycling.

Bei der Eizellreifung wird eine Hälfte der 46 Chromosomen aus dem Zellkern entfernt, zusammen geknüllt und weggeschmissen. Da die Eizelle aber umweltbewusst ist, lässt sie sie nicht einfach fallen, sondern tragt sie noch eine Weile in der Hosentasche herum. Bei der herkömmlichen Zeugung ist der abgetrennte Chromosomensatz genetischer Müll.
Aber bei der Parthenogenese wird der "genetische Müll" recycliert und der Vorgang der Abtrennung wieder rückgängig gemacht.

So ist auch Dolly entstanden und auch alle anderen weiblichen Klontiere.

max mayer
12.09.2005 08:51

Klonen funktioniert ganz anders. Schreiben Sie nur, wenn Sie sich auskennen.

Dagmar Rehak
 
10.09.2005 23:33
Aus dem Polkörperchen.

Bei der Eizellreifung wird eine Hälfte der 46 Chromosomen aus dem Zellkern entfernt und als Polkörperchen unter der Eihülle deponiert.
Bei der Parthenogenese wird dieser Vorgang wieder rückgängig gemacht. Das Polkörperchen ist also das eizelleigene Spermium.
So ist auch Dolly entstanden und auch alle anderen weiblichen Klontiere.

Thomas Felder
10.09.2005 22:40

nirgends, diese embryonen haben nur einen logischerweise

max mayer
10.09.2005 23:52

Ich bezweifle, dass aus einer haploiden Eizelle (=23 Chromosomen) ein funktionelles irgendwas entstehen kann (Stichwort: gene dosage).

yomellamo
10.09.2005 21:38
wundervoll..

jetzt kommt der Bush endlich zu seinen Designer-Soldaten. Die kannn man dann alle schön in alphas bis gammas einteilen und an die nächste Ölfront schicken...

Avalancha
10.09.2005 17:38

Die unbefleckte Empfängnis gabs schon vor 2000 Jahren - was soll daran neu sein?!

sir karl popcorn
10.09.2005 15:08
na jetzt is auss!

da brauch ma ja bald die maenner nimmer...

woessman
 
10.09.2005 18:13
"da brauch ma ja bald die maenner nimmer..."

ich schon ;o)

Guille L
10.09.2005 17:29
Ich kann sie beruhigen...

durch Parthenogenese kann man nur einen Klon der Mutter erzeugen.
Da es zu keiner genetischen Rekombination kommt wäre dies der Evolution nicht gerade dienlich.

Lange Rede kurzer Sinn...die Homo Sapiens Weibchen werden auch in Zukunft nicht ohne Männer auskommen können, es sei denn ein paar von ihnen wollen langfristig eine stagnierte Subspezies ins leben rufen die dann von den sich sexuell fortpflanzenden Supermenschen im Zoo gehalten wird ;)

Dagmar Rehak
 
10.09.2005 23:36

In unserem Fall wäre ein Stehenbleiben auf dem aktuellen Stand der Evolution sehr wohl sinnvoll, da wir nicht mehr der natürlichen Auslese unterworfen sind und so nach und nach degenerieren. Wir haben jetzt einen guten genetischen Zustand erreicht und sollten den tunlichst beibehalten.

recycle _or die
11.09.2005 23:47

einen guten?? oder sollte das eher heißen: besser wirds nicht?

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