Die Peitsche für den Sohn bei "Barbara Karlich Show"

20. März 2006, 10:58
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Eine Mutter, die beim Talk von sadomaso- chistischen Praktiken mit ihrem Sohn berichtet, erregt die Gemüter - ORF: Alles nur Show

Eine Mutter, die beim Nachmittagstalk von sadomasochistischen Praktiken mit ihrem Sohn berichtet, erregt die Gemüter. Der ORF beteuert: Alles nur Show. Die deftigsten Szenen habe man ohnehin rausgeschnitten.

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Wenn Larissa von ihrem Sohn spricht, kommt sie ins Schwärmen: "Ich finde das schon schön, wenn er vor mir knien muss, und ich habe ihn mit Kerzenwachs begossen und peitsch ihm das runter." - "Es erregt dich auch?", fragt die Gastgeberin Steve, Larissas Sohn. Der antwortet aus dem Brustton der Überzeugung: "Auf jeden Fall."

Stimmen entstellt

Die inzestuöse Nachmittagsunterhaltung lief am 5. September im ORF in der "Barbara Karlich Show" und erhitzt die Gemüter: "Ist es gerechtfertigt, der Öffentlichkeit frei von jeder kritischen Auseinandersetzung ein Bild zu präsentieren, das beinhaltet, dass es lediglich eine Spielart, eine Facette der Sexualität ist, innerhalb familiärer Abhängigkeiten sexuelle Handlungen durchzuführen?", fragte sich etwa ein STANDARD-Leser. Larissa und ihr Sohn erschienen in stilechtem Outfit: sie im Latexkostüm, er mit Maske. Die Stimmen wurden fürsorglich entstellt.

"Alles nur Show"

"Alles nur Show", beteuert Herbert Skelenka, Sendungsverantwortlicher der Show. Mutter und Sohn übten ihre Kunst lediglich in Andeutungen und auf Erotikmessen aus. Das sei auch in der Show klar ausgesprochen worden. Während der Aufzeichnung sei es freilich deftig zugegangen: "Wir mussten einiges rausschneiden", erzählt Skelenka. "Ich gebe aber zu, dass es ein Grenzgang ist." Barbara Karlich war unerreichbar, sie ist bis Montag im Urlaub. (Doris Priesching/DER STANDARD; Printausgabe, 10./11.9.2005)

  • Steve, Larissa und Barbara
    foto: orf

    Steve, Larissa und Barbara

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