Nachlese: Keine ÖIAG-neu vor Wahlen 2006

8. November 2005, 12:29
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Die ursprünglich geplante Gründung einer Nachfolgegesellschaft wird in dieser Legislaturperiode nicht mehr erfolgen

Wien - Die Staatsholding ÖIAG wird vorerst unverändert weiter bestehen. Die ursprünglich geplante Gründung einer Nachfolgegesellschaft wird in dieser Legislaturperiode nicht mehr erfolgen, hieß es aus Aufsichtsratskreisen der Staatsholding am Freitag zur APA.

Nachdem die Staatsholding bereits einen Großteil ihrer früheren Industriebeteiligungen veräußert hat, hatte das Management schon im Vorjahr einen Entwurf für eine Bundesbeteiligungs- und Management-AG (BBMG) vorgeschlagen. In diese Infrastrukturholding sollten nach dem Vorschlag - neben den noch bestehenden ÖIAG-Beteiligungen OMV, AUA, Telekom Austria und Post - auch noch der Verbund, die ÖBB und die Autobahngesellschaft Asfinag eingebracht werden. Danach hatte es jedoch große Uneinigkeit in der Regierung gegeben - vor allem in der Frage, ob diese Gesellschaft beim Infrastrukturministerium oder beim Finanzministerium angesiedelt werde.

Vorstandsverträge laufen 2006 aus

Da diese Infastruktur-Holding vorerst nicht kommen wird, soll ÖIAG-Aufsichtsratspräsident Alfred Heinzel am Freitag die Verkleinerung des Vorstands der Staatsholding im nächsten Jahr angekündigt haben. Die Verträge der beiden amtierenden Vorstände Peter Michaelis und Rainer Wieltsch laufen mit 30. Juni 2006 aus. Im nächsten Aufsichtsrat im Dezember dieses Jahres soll die Ausschreibung der Nachfolge beschlossen werden. Allerdings wolle man nur noch einen Alleinvorstand ausschreiben, hieß es aus den Kreisen.

Änderungen wird es noch vor den Wahlen im Herbst 2006 auch im Aufsichtsrat der Staatsholding geben. Die Mandate von Aufsichtsratspräsident Heinzel und seinem Stellvertreter, IV-Präsident Veit Sorger, laufen im April nächsten Jahres aus. Wer den beiden nachfolgen soll, ist derzeit noch nicht bekannt. (Schluss) klm/wyb

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    Der Vertrag vom amtierenden Vorstand Peter Michaelis (im Bild) und seinem Kollegen Rainer Wieltsch laufen mit 30. Juni 2006 aus. Im nächsten Aufsichtsrat im Dezember dieses Jahres soll die Ausschreibung der Nachfolge beschlossen werden.

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