PalmSource geht an japanischen Softwarespezialisten

12. Juni 2006, 16:17
posten

Access lässt sich die Übernahme 324 Millionen Dollar kosten

Access, japanischer Anbieter von mobilem Content und Lösungen für den mobilen Internetzugang, hat sich den kalifornischen Handheldsoftware-Spezialisten PalmSource geschnappt. Die Japaner blättern für den Anbieter der Palm OS Software 324,3 Mio. Dollar hin. Damit liegt der Preis um 83 Prozent über dem gestrigen Börsenschlusskurs der PalmSource-Aktie von 10,09 Dollar, teilten beide Unternehmen heute, Freitag, mit. Der Abschluss des Deals wird für Ende dieses Jahres erwartet. Noch steht die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden sowie der PalmSource-Aktionäre aus.

Ausblick

"Wir sind erfreut darüber, unsere Kräfte mit denen von Access zu bündeln und dabei zu helfen, einen führenden Hersteller von Mobilfunksoftware zu schaffen", sagte Patrick McVeigh, Interim-Chef von PalmSource. Synergien sollen den beiden Unternehmen rund um den Globus neue Marktmöglichkeiten eröffnen. Access erhofft sich von der Übernahme außerdem Kompetenzen im Bereich Betriebssysteme sowie Ressourcen zur Linux-Entwicklung in den USA, Frankreich und China.

Ablauf

PalmSource-Software läuft nach Unternehmensangaben mittlerweile auf mehr als 39 Mio. Mobilgeräten. Der Softwarespezialist hat seit der Aufspaltung des Palm-Konzerns in Hard- und Software-Sparte im Oktober 2003 überwiegend Verluste eingefahren. Erst im Juni dieses Jahres hatte PalmSource angekündigt, 16 Prozent seiner Stellen streichen zu wollen. Im Mai dieses Jahres hatte PalmSource dem Handheldhersteller PalmOne seinen Teil der Namensrechte verkauft. (pte)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.