Haltung gegenüber festgenommenen Einwanderern soll sich ändern

8. November 2005, 06:40
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Einwanderungsministerin zerschneidet Stacheldraht um Auffanglager

Sydney - Als symbolischen Schritt in Richtung einer weniger harten Einwanderungspolitik hat die australische Einwanderungsministerin Amanda Vanstone den Stacheldraht um ein Auffanglager in Sydney zerschnitten. Die Behörden fühlten sich verpflichtet, die Bedingungen für festgenommene Einwanderer zu verbessern, erklärte Vanstone am Freitag. Menschenrechtsgruppen und Aktivisten haben die Regierung wiederholt dafür kritisiert, dass illegal Eingewanderte in streng bewachten Lagern festgehalten werden.

Demonstranten vor dem Villawood-Lager warfen Vanstone vor, lediglich eine Show abzuziehen. "Es gibt keinen Politikwechsel, der aber dringend notwendig wäre", sagte Ian Rintoul von der Organisation "Refugee Action Coalition". "Es gibt Leute, die da drinnen verfaulen". Drei Demonstranten wurden festgenommen.

Bei der Beseitigung des Stacheldrahts sollen in den kommenden Tagen freiwillige Feuerwehrleute helfen. Um das Lager herum wird es aber weiterhin Zäune geben. Der Teil, in dem Straftäter festgehalten werden, wird Vanstone zufolge auch künftig mit Stacheldraht gesichert. (APA/AP)

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