Kinder bekommen ihre eigene Stadt

18. November 2005, 20:10
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Ab 25. November kann in "Minopolis" die Erwachsenenwelt nachgespielt werden

Wien - Im Cineplexx-Kino bei der Wiener Reichsbrücke eröffnet am 25. November die Kinderstadt "Minopolis". Auf rund 6.000 Quadratmetern werden verschiedene Geschäfte, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Polizei, Feuerwehr oder Müllabfuhr nachgebaut. Kinder können dort dann in die unterschiedlichen Berufsrollen schlüpfen und so spielerisch die Welt der Erwachsenen kennen lernen, erklärte Ursula Gastinger, geschäftsführende Gesellschafterin von Minopolis, am Mittwoch im Rahmen einer Baustellenführung.

Geplant sind vorerst 25 Themenstationen, in denen Kinder mehr über Traumberufe wie Arzt, Bäcker oder Lokomotivführer erfahren können. Neben Bank, Supermarkt und Fernsehstudio wird in Minopolis auch ein eigener Autobereich errichtet. Mit den Mini-"Beetles" darf aber nur fahren, wer - wie im "richtigen Leben" - einen Führerschein besitzt. Erworben werden kann dieser ebenfalls in Minopolis.

Bezahlt werden Waren und Dienstleistungen mit "Eurolinos" - der eigenen Währung der Kinderstadt. Beim Eintritt in Minopolis erhalte jeder ein Startkapital, sagte Gastinger. Wenn dieses aufgebraucht sei, müssten die Kinder zum Minopolis-Arbeitsamt, um sich einen Job zu besorgen.

Wichtig sei vor allem das pädagogische Konzept hinter dem Projekt, erklärte Vizebürgermeisterin Grete Laska. So gehe es dabei nicht nur um interessante Freizeitgestaltung, sondern vor allem um das Miteinander von Kindern und Erwachsenen. Auch ökonomische Kreisläufe und soziale Prozesse sollen den Kindern näher gebracht werden, meinte Gastinger.

120 pädagogische Betreuer überwachen die Rollenspiele

Die Zielgruppe von Minopolis sind Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren. Überwacht würden die Rollenspiel von 120 pädagogisch geschulten Betreuern. Bis zum achten Lebensjahr sei außerdem die Begleitung der Eltern vorgesehen.

Die Kinderwelt Minopolis lief zunächst unter dem Namen "Kids-Town". Diese Bezeichnung wird jedoch nicht mehr verwendet. Gebaut wird die kleine Stadt von der Soravia-Gruppe, Betreiber ist die eigens eingerichtete "Minopolis Kinderveranstaltungs GmbH". Mit dem Kino-Betrieb hängt das Projekt nicht unmittelbar zusammen, das Cineplexx wird jedoch die Öffnungszeiten und auch das Programm an das jüngere Publikum im Haus anpassen.

Geöffnet hat die Kinderstadt ab November von Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 19.00 Uhr. Der Eintrittspreis für Kinder beträgt zwölf Euro. Eltern zahlen für den Eintritt in die Kinderwelt je sechs Euro. (APA)

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