Korinth, wie es leibt und lebt

12. Juni 2006, 20:09
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Ein Schrei aus Schmerz, Wut, Rache: "Medea" am Phönix Theater

Mit einer Bearbeitung von Franz Grillparzers Medea eröffnet das Linzer Phönix Theater seine Theatersaison. Darin kommt die aus purer Liebe handelnde Königstochter Medea unter die Räder des alleinig von Machtgelüsten (man will in den Besitz des Goldenen Vließes kommen) getriebenen Herrscherhauses Kreons. Medea, die weltberühmte Kindsmörderin, verriet Vater und Bruder, verließ ihre Heimat, folgte ihrem Mann Jason, um schließlich vom betreffenden Hof (Jason findet bei Kreon in Korinth Unterschlupf) samt Kindern wieder verstoßen zu werden. Von Rachegelüsten geleitet tötet sie Kreusa, die Geliebte Jasons, und in taumelndem Rausch ihre zwei, der Ehe mit Jason entsprungenen Kinder.

Eva Hosemann, Intendantin des Stuttgarter Theaters Rampe und bis vor einem Jahr noch Koleiterin des Niederösterreichischen Donaufestivals, inszeniert den Macht- und Beziehungsthriller mit Margot Binder in der Titelrolle. Die Ausstattung stammt von Stephan Bruckmeier. Mit Eckart Schönbeck, Ingrid Höller u. a. (afze/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 9. 2005)

Theater Phoenix, 4020 Linz, Wiener Straße 25, (0732) 66 26 41-40. Premiere 8. 9., 19.30 h
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