SJÖ lässt Jugendliche um Arbeitsplätze streiten

14. Juli 2006, 13:09
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Die sozialistische Jugend macht mit einer MEdienaktion auf die Jugendarbeitslosigkeit aufmerksam - Vorsitzender Dvorak: "Regierung setzt nur Alibi-Aktionen"

Unter dem Motto "Schüssel räumt ab. 54.377 Jugendliche ohne Arbeitsplatz!" hat die Sozialistische Jugend Österreichs (SJÖ) Dienstag Früh eine Medienaktion vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz veranstaltet. Das Thema war die steigende Jugendarbeitslosigkeit. "Die Regierung verschlimmert die Situation noch und setzt lediglich Alibi-Aktionen dagegen", sagte SJÖ-Vorsitzender Ludwig Dvorak gegenüber der APA.

"Schüssel nimmt Arbeitsplätze weg"

19 Jugendliche zwischen 16 und 23 Jahren brachten mit der Aktion ihren Unmut über die Arbeitsmarktpolitik der Regierung zum Ausdruck. Sie spielten das bekannte Spiel "Reise nach Jerusalem", indem sie im Kreis um vier bereitgestellte Sessel liefen. Bei einem Signal versuchte jeder, einen der symbolisch durch die Sitzplätze dargestellten Arbeitsplätze zu ergattern. Daneben stand ein Jugendlicher, verkleidet als Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) und hielt zwei zusätzliche Sessel in den Händen. "Jugendliche streiten um Arbeitsplätze. Schüssel könnte Arbeitsplätze schaffen, nimmt sie den Jugendlichen aber stattdessen eher weg", sagt Dvorak.

"Zynismus aufzeigen"

Mit der Aktion wollen die Jugendlichen "den Zynismus aufzeigen, den die Regierung in der Arbeitsmarktpolitik an den Tag legt", so Dvorak. Als Maßnahmen für die betroffenen Jugendlichen fordert die SJÖ die Einführung öffentlicher Lehrwerkstätten, den Abbau von Bildungsschranken sowie eine "Umverteilung der Einkommen, um die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu stärken". Weiters fordert Dvorak eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich: "Die Gewinne der Unternehmen steigen, die Arbeitslosigkeit ebenso. Die Bundesregierung hat bisher alles nur Erdenkliche unternommen, um den Kreis der Profiteure möglichst einzuschränken." (APA)

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