Vbg. Landesrat regt Neuordnung der Ferieneinteilung an

3. November 2005, 14:09
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Sommerferien um eine Woche kürzen, Verbesserungen zwischen Weihnachten und Ostern, Herbst- und Pfingstferien

Der Vorarlberger Schul-Landesrat Siegi Stemer (V) hat am Montag eine Neuordnung der Ferieneinteilung angeregt.

Sommerferien kürzen

Nach seinen Vorstellungen könnten die Sommerferien um eine Woche verkürzt und der Abschnitt zwischen dem Ende der Weihnachts- und dem Beginn der Osterferien besser gestaltet werden, sagte Stemer am Rand einer Pressekonferenz. Stemer schloss auch eine vorarlbergspezifische Ferienordnung nicht aus.

Stemers Gedanken zu einer Neueinteilung der Ferienordnung sehen um eine Woche verkürzte Sommerferien und Ende Oktober eine Woche Herbstferien vor. Anschließend soll die Unterrichts-Periode bis Weihnachten ununterbrochen bleiben. Unzufrieden zeigte sich der Vorarlberger Schul-Landesrat mit der Zeit zwischen den Weihnachts- und den Osterferien ("kommt mir bisweilen vor wie ein Schweizer Käse"), hier brauche es eine Verbesserung. In der Zeit um Pfingsten könnte noch einmal eine Woche Ferien Gelegenheit geben, um für die letzten sieben Schulwochen Kraft zu tanken. "Wenn es nach mir geht, könnte auch der Notenschluss weiter nach hinten verlegt werden", so Stemer.

Im Land umsetzen

Auf die Frage, welchen Einfluss Vorarlberg auf die Ferieneinteilung habe, antwortete Stemer: "Einen gar nicht so geringen!". Bereits die Herbstferien seien in Vorarlberg mit Zustimmung aller Schulpartner auf Landesebene eingeführt worden. Wenn man auf einen gemeinsamen Nenner komme und vielleicht noch andere gesellschaftliche Gruppen zustimmten, "dann kann man das im Land umsetzen. Das haben meine Top-Juristen herausgefunden", sagte Stemer. Er räumte aber auch ein, dass eine österreichweite Regelung "weit besser" wäre.

Legitime Bedenken

Stemer betonte, mit den Schulpartnern Gespräche führen zu wollen. Selbstverständlich gebe es auch "legitime Bedenken", etwa aus den Bereichen Land- und Alpwirtschaft oder aus der Landesschülervertretung der Mittleren und Höheren Schulen. Er könne sich auch eine landesweite Regelung vorstellen, die in begründeten Fällen Ausnahmen enthalte. "Ob ein kleinster gemeinsamer Nenner herauskommt, ist die Frage", sagte Stemer.

In Bezug auf die heuer in Vorarlberg zum zweiten Mal stattfindenden Herbstferien (24. Oktober bis 2. November) werde es im November einen Austausch und eine Bewertung der Erfahrungen geben, so Stemer. Möglichst bis zum Ende des Kalenderjahres solle entschieden werden, ob die Herbstferienregelung fortgeführt werde oder nicht. (APA)

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