In Vorarlberg wächst Zahl der Schüler und Lehrer

3. November 2005, 14:09
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25 Lehrer befinden sich auf der Warteliste - etwa 150 Taferklassler weniger als im abgelaufenen Schuljahr

Bregenz - In Vorarlberg werden in der kommenden Woche mit rund 51.160 Schülern etwa 180 Heranwachsende mehr als zuletzt die Schulbänke der 293 Schulen im Ländle drücken. Auch die Zahl der Lehrpersonen und der Klassen wächst an: Jene der Lehrerpersonen um 31, die der Klassen um 20, teilte am Montag Schul-Landesrat Siegi Stemer (V) in einer Pressekonferenz mit. Auf den Wartelisten befinden sich derzeit 15 Volks-, ein Haupschul- sowie neun Lehrer an mittleren und höheren Schulen.

Weniger Volksschüler

An den Allgemeinen Pflichtschulen werden im beginnenden Schuljahr voraussichtlich 3.751 Lehrpersonen unterrichten, an den weiterführenden Schulen 1.638. 2.436 Klassen werden aller Voraussicht nach insgesamt geführt werden. 4.663 Erstklässler werden kommenden Montag an den Vorarlberger Volksschulen erwartet, das sind um rund 150 Kinder weniger als im abgelaufenen Schuljahr. Stemer begründete diesen Rückgang mit der Entwicklung der Geburtenjahrgänge. Die Zahl der Volksschüler im Ländle verringert sich heuer gegenüber dem Vorjahr um rund 470.

Stemer betonte, dass "diese im Vergleich mit anderen Bundesländern höchst erfreuliche Beschäftigungssituation" ein Resultat vorausschauenden Personalmanagements in den vergangenen Jahren sei. Der Schul-Landesrat zeigte sich auch auf Grund von Erfahrungswerten der zurückliegenden Schuljahre überzeugt, dass die Wartelisten im Herbst noch abgebaut werden können.

Kindergartenvorsorge

Als einen Schwerpunkt für das kommende Schuljahr nannte der Vorarlberger Schul-Landesrat die neu gestaltete Kindergartenvorsorge, in deren Rahmen die Vierjährigen auf Sprach- und Verhaltensauffälligkeiten getestet werden. Bei den Fünfjährigen wird laut Stemer von den Kindergarten- und Volksschulverantwortlichen im Herbst eine "Sprachstandsfeststellung" durchgeführt, um Defizite bis zum Schuleintritt abbauen zu können. Weiters im Mittelpunkt der Bemühungen stehen in diesem Schuljahr ein ausgebautes Schülerbetreuungsmodell sowie die Förderung der täglichen Bewegung.

In Bezug auf die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Schuleinrichtungen stellte Stemer fest, "dass es keine Schulen gibt, die gar nicht eröffnen können". Dank des riesigen Engagements der Verantwortlichen vor Ort laufe alles planmäßig. (APA)

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