Eltern wollen "Fördertrainer" für Lehrer

3. November 2005, 14:09
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Schulbeginn - SP-SchülerInnen gegen das Sitzenbleiben

Wien - Gezieltes "Fördertraining" für Lehrer verlangen Elternvertreter. Ab dem heute, Montag, beginnenden Schuljahr sind die Schulen dazu verpflichtet, ein standortbezogenes Förderkonzept zu entwickeln. Darin sind "in Abhängigkeit des Förderbedarfs innerhalb der einzelnen Klassen und der Qualifikationsstruktur der LehrerInnen alle aktuellen und geplanten Fördermaßnahmen aufzunehmen", heißt es in einem entsprechenden Schreiben.

Defizite ausgleichen

Auf Grund mangelnder Förderstunden und zu wenigen Begleitlehrern für integrative Förderung und Kleingruppenarbeit müssten sich die Pädagogen derzeit aber darauf beschränken, Defizite auszugleichen. Zur Bereicherung der Lehrer-Weiterbildung wäre der "Einsatz externer FördertrainerInnen" zu überlegen, so der Vorsitzende des Landesverbands der Elternvereine an den öffentlichen Pflichtschulen, Andreas Ehlers, in einer Aussendung.

Gegen Sitzenbleiben

Die SP-nahe Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) wiederum verlangt erneut die Abschaffung des Sitzenbleibens. Es sei "nicht sinnvoll, auf Grund einiger weniger negativ abgeschlossener Fächer gleich ein ganzes Schuljahr wiederholen zu müssen", so AKS-Vorsitzende Ingrid Gogl in einer Aussendung. Eine Alternative zum momentanen System sei das derzeit an einigen Wiener AHS-Standorten erprobte Modul- oder Kurssystem. Bei Nichtabschließen eines Moduls müsse dabei nur dieses wiederholt werden, nicht aber ein ganzes Jahr.

Auch in der Leistungsbeurteilung müsse sich laut Gogl "endlich etwas verändern": Noten würden subjektiv sein, kaum Aussagekraft besitzen und Schüler nur "schubladisieren". Alternative Beurteilungssysteme wie die verbale Beurteilung und Selbsteinschätzung von SchülerInnen würden sich weitaus positiver auf die Motivation auswirken und direkte, brauchbare Anknüpfungspunkte geben. (APA)

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