Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ina: Mein erster Eindruck war nicht besonders: Die Electro-Pop-Version dieser jungen Norwegerin kennt mensch doch schon seit vielen Jahren, oder? Und zur funkigsten Nummer auf dem Album, "Greatest Hit", haben wir tatsächlich schon vor fünf Jahren getanzt. Insofern ....
Aber gut, der spröde Gesangsstil Annies hat schon seinen eigenen "Charme". Und die Beats sind durch diverse Disco-Anleihen auch etwas exzentrischer ausgefallen, als auf den ersten Hörer angenommen.
Jürgen: Stimmt, "Greatest Hit" hat schon einige Jahre auf dem Buckel ... auch wenn ich es damals verpasst habe. Und das Album selbst ist ja auch schon in der dritten Veröffentlichungsstaffel: Erst daheim in Skandinavien, dann in England, jetzt "auf dem Kontinent". Manchmal verliert man ein wenig das Zeitgefühl, wenn man etwas durch einen Urlaub oder so schon mitbekommen hat und dann ein, zwei Jahre später dasselbe noch mal als "Neuveröffentlichung" vor einem liegt.
Bis auf "Heartbeat" - für mich noch immer der beste Song von Annie - und "Chewing Gum" kannte ich vorher nichts, das erste Durchhören war also ziemlich unbelastet. Und das Ergebnis nach fünf, sechs Stücken: Irgend etwas hat mich unwiderstehlich zum Regal mit den 80er-Jahre-CDs gezogen, weil ich mir dachte, das kenn ich doch. An Bananarama vorbei, aber dann: Bingo! bei der Rah Band hängen geblieben, wer hätte das gedacht. Ehrlich, wenn du deren Mittachtziger Sachen mit heutiger Produktionstechnik und ein paar aufgemotzten Beats noch mal aufnimmst, kannst du sie 1:1 auf "Anniemal" einschmuggeln.
[Dazwischen liegt beiderseitige Befremdung über die Website der Rah Band, auf der die alten Hits der Band Käufern als potenzielle Werbejingles angedient werden ... was für die Schöpfer von Klassikern wie "Clouds Across The Moon" oder "The Crunch" doch ein wenig unwürdig wirkt.]
Ina: Da ist was dran. Aber ohne Rah-"sax"! Saint Etienne fällt mir auch noch ein. Ich finde es schon bezeichnend, dass diese Musik nur über Referenzen funktioniert. Es ist so wenig Eigenständiges zu hören. Und dabei meine ich das grundsätzlich überhaupt nicht abwertend. Aber vielleicht war die Faszination für auf diese Weise funktionierende Dancemusic vor ein paar Jahren einfach noch größer. Das ist wirklich mein größtes Problem mit "Anniemal": Meiner Ansicht nach wurde hier auf den falschen Dampfer gesetzt, um nicht zu sagen, auf einen morschen Kahn.
Jürgen: Saint Etienne??? Ich muss doch bitten: Da liegen aber Welten dazwischen. Eine der Stärken von Saint Etienne ist es doch, dass sie eine extreme stilistische Vielfalt beherrschen, ohne dadurch einen spezifischen Band-Sound zu verlieren. In die Verlegenheit würde Annie gar nicht kommen, weil doch alles sehr ähnlich klingt. - Was mein Hauptkritikpunkt an "Anniemal" ist: hier fehlt die Abwechslung und damit die Spannung. Das Intro erweckt den Eindruck, hier hätte man sich tatsächlich Gedanken um die Produktion eines Albums gemacht ... geworden ist es dann doch eher eine Aneinanderreihung von Club-Stücken.
Kein Kauf, den man bereuen würde, aber ein eindeutiger Fall von: das Beste rauspicken und hoffen, dass sich zur guten Ausgangslage beim nächsten Mal noch ein paar originelle Ideen mehr gesellen.
[Und während sich beide einig sind, dass Zoot Woman - demnächst übrigens in Wien zu Gast - denn doch die bessere Form des 80ies-Soundrevivals darstellen, bleibt noch eine Frage offen:]
Jürgen: Da komme ich jetzt nicht drum herum, der Titel legt es einem einfach in den Mund: Welches Tier fällt dir als Beschreibung für "Anniemal" ein?
Ina: Ein Zebra. Und dir?
Jürgen: Ein Hamster.
Eine CD/DVD-Box bietet einen Querschnitt durch die Karriere des britischen, jetzt in Österreich gastierenden Singer/Songwriters
Der einstige Drummer und Sänger von The Band hat seine "Midnight Ramble"-Show in das legendäre Ryman Auditorium in Nashville gebracht
Die Singer/Songwriterin im Gespräch über fragwürdige Vergleiche, ihre aktuelle Zusammenarbeit mit Ex-Rolling-Stone Bill Wyman und den Nutzen von Gratis-Musik
Der französische Gitarrist und Begleiter von Willy DeVille, Bob Dylan und Carla Bruni hat mit "undone" ein höchst gelungenes Solo-Album veröffentlicht
Der Sänger und Organist der Allman Brothers beweist auf seinem ersten Solo-Album seit 14 Jahren, dass es ihm an "Soul" nicht mangelt
Die kalifornische Songwriterin Emily Jane White wandelt auf ihrem dritten Album "Ode To Sentience" erneut auf schattigen Pfaden - sie kann nicht anders
Der New Yorker Musiker über seine Zusammenarbeit mit Größen wie Tom Waits und Solomon Burke, Gitarrenfetischismus und sein neues Album "Silent Movies"
"Songs Of L. And Hate": Christiane Rösinger schreibt Klagelieder zum Mitsingen und Mitleiden
Antony and the Johnsons legen mit "Swanlights" ihr viertes Studioalbum vor
Verhatscht war gestern: Die Wiener Gitarrenpopband setzt neue Maßstäbe
Neue Tonträger von Lloyd Cole, Dean & Britta, Emiliana Torrini, Tätärä, Northern Portrait, Dirk Darmstaedter & Bernd Begemann sowie Frazey Ford
Von immerwährend kreisenden Vögeln, Gräbern im Kopf, toten Kindern und hassenden Greisen
Zwei steirische Hundsbuben, die den Frühling entdecken und mit Blick aus dem Fenster leichtfüßig den Sommer bringen
CocoRosie schaffen mit ihrem vierten Album "Grey Oceans" ein Destillat ihrer musikalischen Ideenwelt
Nach sieben Jahren Pause kehrt Natalie Merchant mit dem beeindruckenden Doppelalbum "Leave Your Sleep" zurück
Gehaltvoll, aber gut verdaulich: Seabear servieren ihre zweites Album "We Built A Fire"
Von einem der auszog, um Blech zu produzieren - und in flirrender Wüstenhitze Gold daraus werden lässt
Nach sechs Jahren Pause führt Valerie Trebeljahr mit "Our Inventions" zurück in klangliche Kristallwelten
The XX, vier Teenager aus Südwestlondon, haben mit "XX" den Spagat aus melodiösem Pop und reduzierter Elektronik geschafft
Owen Pallett schickt auf seinem dritten Album den Farmer Lewis auf eine Reise zu sich selbst und die Hörer in eine farbenfrohe Klangwelt in 3D
Zwischen Kante und Coldplay: Tröstende Worte auf dem Debütalbum der ostfriesischen Band Enno Bunger, "Ein bisschen mehr Herz"
Jackie Oates, junge Folkfrau aus England, füllt auf ihrem dritten Album "Hyperboreans" gekonnt neuen Wein in alte Schläuche
Grob skizziert wider die Beliebigkeit: Mit "Goodnight Unknown" zieht sich Lou Barlow wieder in die Intimsphäre zurück
Verruchte Vamps und Desperate Housewives der 70er Jahre: Ein vergessenes Kapitel deutschsprachiger Musikgeschichte
Der US-Singer/Songwriter seziert auf seinem jüngsten Album den American Dream und lässt wieder die Gitarren regieren
Rock-Zampano Jack White gönnt sich mit Dead Weather eine Drittband und entführt lustvoll in die düsteren Untiefen des Dies- und Jenseits
Das zweite, bessere Best-of-Album der Post-Britpopper Blur erzählt die Geschichte von Aufstieg und Wandel von Cool Britannia
Reiche Jungs, dumme Mädchen und alte Drecksäcke: Was Linda Carlsson alias "Miss Li" auf "Dancing The Whole Way Home" bewegt
Vom Bisamberg nach Hernals oder die Suche nach dem Entrischen: Schön schauriger Streifzug durch die "Woed" in Wien
Regina Spektor breitet mit ihrem fünften Album "Far" ihren eigenen musikalischen Kosmos weiter aus
25 Jahre nach ihrer Gründung klingt die Band Dinosaur Jr. auf "Farm" frischer, fröhlicher und melodischer als jemals zuvor
Das dritte Album der Lieblingsband aus Newcastle bietet neben Krisensound vor allem Stagnation auf hohem Niveau
Patrick Wolf hat sein viertes Album "The Bachelor" durch Fan-Unterstützung finanziert - zwei InvestorInnen ziehen Bilanz
Ein Tribute-Sampler zu Ehren der Goldenen Ära des Neuseeland-Pop: "Not Given Lightly" aus dem Hause Morr
Der Musiker und Produzent (U2, Dylan, Neil Young) über ungewöhnliche Aufnahmeorte und sein Band-Projekt Black Dub
Warum der Musiker Autobiografisches ebenso wie den Blues meidet und es eine andere Download-Kultur braucht
Sex, Sünde und Religion: Amos verhandelt auf ihrem zehnten Studioalbum die Geschlechterrollen neu
Love can do you like a Shotgun: Die Cardigans sind in die Pause gegangen, aus der sie vielleicht nicht mehr zurückkommen, und Nina Persson haucht ihrem Zweitprojekt neues Leben ein
Mit ihrem zehnten Studioalbum schließen die englischen Meister der düsteren Romantik an ihre besten Zeiten an
Der Frontalzusammenstoß der Cello streichenden Finnen spielt sich nicht nur zwischen den Genres ab. Gäste sorgen dafür, dass die Welt am Untergang vorbeischrammt
Der Himmel weiß, was ihm im sonnigen Frankreich widerfuhr, sau(teu)rer Wein oder ein existenzielles schwarzes Loch: Kevin Ayers oder wie das Leben tönt
Dialekt und Dialektik ... "I hob ma die zedeh aukoarcht und mi gfreit wia da wö"
Das Duo bat um Remixes - geliefert wurden sie unter anderem von Mr Oizo und The Neptunes
Sehr frühe und bislang unveröffentlichte Stücke des US-amerikanischen Komponisten
Soundpolitisierung in Reinkultur vom britisch-asiatischen Kollektiv
Kritische Texte und tanzbare Musik vom Londoner Sound-Kollektiv
Ein geglückter Wechsel vom Französischen zum Englischen
Weder Abstraktion noch Hermetismus: Das englische Computermusik-Duo mit seinem achten Album
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.