Stronachs "Wunsch, Liebe zu finden"

Redaktion, 12. Dezember 2005, 11:58
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Norbert Mappes-Niediek, Autor einer Biografie über Frank Stronach, im Interview: Einblick in Gedanken, Geschäft und Gutdünken des Tycoons

ballestererfm: Was ist ihr Bezug zu Frank Stronach? Wie sind sie dazu gekommen, eine Biografie über ihn schreiben?
MAPPES-NIEDIEK: Ich bin Österreich-Korrespondent und beschäftige mich daher mit den wichtigen Persönlichkeiten des Landes. Für die »Süddeutsche Zeitung« habe ich ein Stronach-Porträt geschrieben, daraufhin hat sich der Campus-Verlag bei mir gemeldet und gefragt, ob ich eine Biografie über ihn verfassen möchte. Das war natürlich eine reizvolle Aufgabe, es gab ja noch keine. Wie ich später erfahren habe, hat Stronach bei zwei kanadischen Autoren Biografien in Auftrag gegeben. Allerdings ist keine erschienen, weil sie offenbar den Meister nicht hinreichend gepriesen haben, obwohl sie doch von ihm bezahlt und wohl auch wesentlich von ihm inspiriert wurden. Diesen Vorteil habe ich nicht gehabt. Es gab natürlich kein Geld von Stronach, das da zu mir geflossen wäre.

Warum hat ausgerechnet ein Deutscher dieses Buch geschrieben? Gibt es eine Zurückhaltung der österreichischen Kollegen gegenüber Stronach?
Eine gewisse Zurückhaltung gibt es in der gesamten österreichischen Medienlandschaft. Wahrscheinlich nicht bei jedem einzelnen Journalisten. Es gibt eine ganze Reihe kritischer Kollegen, die in der Lage gewesen wären, diese Biografie ebenfalls zu schreiben. Ich denke zum Beispiel daran, wie einige Magazin-Journalisten aus Wien über die Eurofighter-Debatte berichtet haben und wie gut sie recherchiert haben. Wenn man allerdings die Medien als solche betrachtet, sieht die Situation schon ein wenig anders aus. Man könnte sagen, die unsichtbare Hand von Frank Stronach ist immer wieder mal zu spüren. Nehmen wir »NEWS«, wo man ohne viel Phantasie einen Bezug zu diesen Beilagen der Bundesliga herstellen kann. Wer beißt schon die Hand, die ihn füttert? Die Verbindungen sind mit Händen zu greifen.

Haben Sie persönlich mit ihm gesprochen?
Ja eine Stunde lang in Oberwaltersdorf, in dem von ihm designten Reich. Er ist jemand, der gerne Vorträge hält, der sich eine eigene Philosophie zu Recht gelegt hat und der auf eine Weise redet, wo man merkt, dass ihm schon lange niemand mehr widersprochen hat.

Eine oft gehörte These besagt, Stronachs Engagement in Österreich sei darauf zurückzuführen, dass er in der High Society in Kanada nie in der Weise anerkannt wurde, wie er es gern gehabt hätte. In Österreich konnte er diese Bestätigung sehr leicht bekommen. Ist da was dran?
Es ist was dran. Aber so, wie Sie es jetzt formuliert haben, ist es doch ein bisschen zu einfach. Er hat in Kanada tatsächlich sehr lange gebraucht, bis er Anerkennung gefunden hat. In den Kreisen des alten angelsächsischen Business Establishments in Toronto hat er sie bis heute nicht erlangt. Durch sein Engagement im Pferdesport ist es ihm zwar gelungen, in den Jockey-Klub aufgenommen zu werden und diese Gesellschaft ist das elitärste, was es in Toronto gibt. Aber er hat sich sehr schnell mit diesem Establishment überworfen und den Leuten seine Verachtung gezeigt. Diese Ambivalenz ist ganz typisch. Er will einerseits dazu gehören, andererseits verachtet er dieses Publikum. Was den Einstieg in Österreich angeht, glaube ich tatsächlich, es hat viel mit seiner Biografie zu tun. Es besteht der Wunsch, Liebe zu finden, verehrt zu werden. Einmal abgesehen davon, dass er hier auch Erwerbschancen für seine Magna gesucht und gefunden hat.

Auf die Austria dürfte zumindest Letzteres jedoch nicht zutreffen.
Hier spielt der Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung eine wichtige Rolle. Nur eine Szene: Als Austria Wien zum ersten Mal Meister wurde und ihn die Fans auf die Schultern genommen haben, da hat er den seligsten Gesichtsaudruck gehabt, den überhaupt einer haben kann. Diese Liebe der Fans, dieser unverstellte, raue Ton, der ihn auch immer wieder die Ablehnung hat spüren lassen, ist etwas, was er sonst sehr vermisst. Wenn man sich Frank Stronach ein bisschen ansieht und anhört, dann kann man sich das sehr gut vorstellen.

Frank Stronach fühlt sich also wohl am Fußballplatz?
Unbedingt. Das ist seine Welt, seine Szene. Er ist Arbeiter und nicht in der subtilen Salonwelt zuhause, sondern da, wo Emotionen klar und deutlich ausgesprochen werden. Das macht auch seinen Charme aus. Fußball ist ein Betätigungsfeld, wo man im Alter die Anerkennung sucht. Wenn er den Vorhang der Wiener Staatsoper stiftet, dann werden die Leute vor dem Vorhang ihn immer noch verachten. Da kann er noch so viel spenden, von denen wird keine Liebe zu kriegen sein. Für die bleibt er immer der Prolet. Das ist bei den Fans etwas anders.

Hat er sich öffentliche Kritik je zu Herzen genommen?
Er lässt sich nicht belehren. Und er ist auch beratungsresistent – gerade im Fußballbereich sagen alle Leute, die mehr mit ihm zu tun gehabt haben, sie würden eigentlich tauben Ohren predigen. Viele haben ihm ja über den Unsinn seines Engagements sehr deutliche Vorhaltungen gemacht und er hat diese Vorwürfe nicht akzeptiert. Er ist ein sehr befehlsgewohnter Mann, der sich wie viele Leute, die aus einfachen Verhältnissen zu Geld gekommen sind, von niemandem etwas sagen lässt und das auch als den Gipfel seiner Karriere betrachtet.

Stichwort: Unterwerfung. Wie konnte es Stronach in Österreich so leicht gelingen, sich Firmen wie Steyr einzuverleiben und Politiker anzuwerben?
Österreich muss sich auf solche Figuren einstellen, vielleicht wird Frank Stronach ja nicht der letzte sein. Aber dieses Land ist es einfach nicht gewöhnt. Eine Kultur im Umgang mit Tycoons muss erst entstehen. Insofern ist Stronach eine Herausforderung für Österreich. Österreich muss auch seine Gesetze ernster nehmen. Das war ja eine schlimme Geschichte, was Magna mit der Arbeiterin in Weiz gemacht hat, die da rausgeflogen ist.

Hat Österreich die Herausforderung nicht bestanden?
Könnte man schon sagen. Es tut sich auf jeden Fall sehr schwer damit. Österreich hat sich an einigen Stellen sicher unterworfen und hätte es nicht tun sollen. Gerade die Fußballszene hat sich unterworfen. Sponsoring ist ja nichts schlechtes, aber da müssen Strukturen da sein, die das auffangen. Stronach hat zwar Geld, aber man kann dem Mann nicht einen Verein wie die Austria in den Rachen werfen und ihm zum Spielzeug geben. Seine Ansprüche müssten kanalisiert werden. Ihn glänzen lassen, aber ihm nicht das Recht geben, ständig nach eigenem Gutdünken oder wegen irgendwelchen Einflüsterern den Trainer auszuwechseln oder eine ganze Generation von Nachwuchsspielern auf der Reservebank vergammeln zu lassen. Solche Schranken fehlen. Die Austria wurde ihm ganz einfach gegeben und das war sicher auch ein Fehler von Herrn Streicher, dem ehemaligen Austria-Präsidenten.

Gibt es ein System Stronach?
Dass man Parteien Geld gibt und Politikern das Gefühl, dass sie geschätzt sind und dass man sie vielleicht auch beschäftigt, hat in der Tat System. Stronach hat es aus Kanada mit nach Österreich genommen. Nur ist er hier im Unterschied zu Kanada der einzige mit solchen Vorgangsweisen. Er hat das System praktisch nach Österreich exportiert und das kommt uns sehr exotisch vor. Es gibt den kanadischen Reichhold, den kanadischen Westenthaler – die sind alle bei Stronach.

Während Stronach das Werkzeugmachergeschäft von der Pike auf gelernt hat, hat er sich auf den Fußball als gemachter Mann gesetzt. Was hat ihn dazu bewegt?
Das gilt für alles andere, außer den Autoteilen. Irgendwann hatte das eben nicht mehr genug Glamour. Man muss sich das etwa so vorstellen: Da kommt jemand auf eine Party, es sind alle schön und erfolgreich, und man fragt ihn: "Und was machst du so?" Sagt er: "Autoteile" – und geht zum nächsten. Das ist nicht toll. Man möchte nicht nur reich, sondern auch klug, schön und beliebt sein. Das würde man sich dann gern von seinem Geld alles kaufen – und das tut man besser in anderen Branchen. Medien, Sport, das verspricht viel mehr an Popularität als Autoteile.


"Wenn er den Vorhang der Wiener Staatsoper stiftet, dann werden die Leute davor ihn immer noch verachten. Für die bleibt er immer der Prolet. Das ist bei den Fans etwas anders." (Foto: ballesterer fm)

Wie werden seine Investitionen in die Austria bei den Aktionären von Magna gesehen? Oder von seiner Tochter?
Von seiner Tochter gibt es dazu keine Aussagen, die ist sehr loyal. Aber die Aktionäre sind sehr aufgebracht über das Engagement. Die wissen, jeder Dollar, der an den Fußball geht, bringt weniger an Dividende. Die großen Aktionäre sind Fonds und daher nicht am Unternehmen interessiert, sondern an den Börsenkursen. Für sie sind die Investitionen von Stronach in den Fußball eine Bedrohung. Auch die riesigen Beraterhonorare, die sich Stronach durch seine Mehrheit in der Hauptversammlung selbst bewilligt, und die den bedeutenden Teil seines Einkommens ausmachen. Die großen Aktionäre, die in Wirklichkeit über 90 Prozent des Unternehmens halten, können die Honorare nicht verhindern und sind sehr unglücklich darüber.

Woher kommt das Gros des Geldes für die Austria?
Das sind vor allem die berühmten zwei Prozent des Jahresgewinns von Magna, die für gesellschaftliches Engagement abfließen.

Kolportiert werden allein 25 Millionen Euro für die laufende Saison.
Wäre nichts Besonderes. Da dürfte er nicht arm dabei geworden sein.

Ein großer Gegenspieler von Stronach im Fußball ist Rapid-Präsident Rudolf Edlinger. Spielt hier die Parteizugehörigkeit eine Rolle?
Ich glaube überhaupt nicht. Edlinger scheint ein ausgesprochen politischer und gescheiter Mensch zu sein. Edlinger hat die Gefahren, die in der Art des Engagements von Stronach liegen, schon sehr früh erkannt. Er ist vielleicht Teil dieser widerständigen Strukturen, also von Leuten, die sich etwas anders mit Stronach eingelassen hätten als Kartnig, Streicher oder die Führung des FC Tirol. Er hat sich damit in der Szene aber nicht durchsetzen können und dadurch ist er zum Feind geworden wie Ex-ÖFB-Chef Mauhart. Mauhart hat versucht, diese Geldflut irgendwie zu kanalisieren. Er hat an Unterstützung verloren, weil die Leute gesagt haben: "Lass ihn doch zahlen."

Ist dieser Widerstand jetzt stärker geworden?
Ja, aber jetzt ist es ein bisschen spät. Stronach ist überall drinnen, hat mehr oder weniger alles unter Kontrolle. Jetzt ist es schwierig Strukturen aufzubauen, die ihn eindämmen. Aber wenn der Nächste kommt, dann ist der österreichische Fußball vielleicht ein bisschen schlauer.

Mit Mateschitz ist der Nächste schon da.
Den kenn ich nicht so gut. Aber Mateschitz ist ebenfalls ein Tycoon, der ein etwas glamouröseres Produkt zu bieten hat als Stronach. Jemand, der ganz offensichtlich auch um gesellschaftliche Anerkennung buhlt, aber etwas bedächtiger an die Sache herangehen muss, weil er aus Österreich ist und immer hier gelebt hat. Deswegen ist er auch mit der Öffentlichkeit, die einen hochjubelt und dann wieder niedermacht, sehr viel vorsichtiger. Aber im Prinzip eine ganz ähnliche Figur. Der ist die Nummer zwei, und es wird auch eine Nummer drei, vier und fünf geben.

Es wird häufig gesagt, Frank Stronach habe die kanadische Mentalität mit zurück nach Österreich genommen. Was ist österreichisch an Frank Stronach?
Natürlich hat er sehr viel aus Kanada übernommen. Seine ganze Geschäftserfahrung, das ist alles kanadisch, also typisch amerikanisch. Unterm Strich ist sehr wenig österreichisch an Frank Stronach. Sein persönliches Auftreten, seine Geschäftssitten, seine Träume und Ideen wirken in Österreich sehr exotisch. Ich habe mich oft gefragt, warum er das so macht – dann war ich zwei Wochen in Kanada und mir ist jeden Tag ein Kronleuchter aufgegangen. Es ist alles eine Selbstverständlichkeit für ihn: das Politikerkaufen, der Umgang mit Bürgerinitiativen, das sind alles Dinge, die er in Kanada vorexerziert hat. Und er hat keinen rechten Begriff von der Unterschiedlichkeit dieser beiden Länder.

Hat Stronach auch beim Fußball nicht verstanden, dass den Leuten gewachsene Traditionen wichtig sind?
Ganz sicher hat er das nicht verstanden. Genauso wenig hat er verstanden, dass der Erfolg in Österreich noch weniger als in anderen europäischen Ländern angebetet wird, dass es eine gewisse Liebe zum Misserfolg gibt. "Win, win, win", "Come in first, second place is a failure" - das sieht man in Österreich ganz anders. Dieser unbedingte Wille zum Erfolg, der ihn auszeichnet, der wird hier sehr skeptisch betrachtet. Und Stronach versteht diese Einstellung nicht.

Glauben Sie, dass Stronach irgendwann die Lust an seinem Spielzeug verlieren wird?
Ausschließen würde ich das gar nicht. Die Art und Weise wie dieses Engagement zu Stande gekommen ist und wie es betrieben wird, die lässt natürlich befürchten, dass es irgendwann sehr abrupt zu Ende sein könnte. Man muss ihm allerdings attestieren, dass er doch schon einiges an Stehvermögen in der Sache bewiesen hat. Seine Teilnahme im Fußballgeschäft dauert ja länger, als man es erwarten konnte. Aber der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Es ist nicht unbedingt sein Lebenswerk, Austria Wien zu sponsern und vielleicht wird er ja irgendwann dahinter kommen, dass er mit seinem ganzen Geld nicht viel ausgerichtet hat. Dann könnte ich mir gut vorstellen, dass er dieses Spielzeug wieder wegwirft.

Das Gespräch führten REINHARD KRENNHUBER und STEFAN KRAFT

***

Zur Person: Norbert Mappes-Niediek, Jahrgang 1953, lebt als freier Korrespondent (u.a. NRC Handelsblad, Der Standard, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung) für Österreich und Südosteuropa in der Nähe von Graz. Seine hervorragende Stronach-Biografie erschien unter dem Titel "Let‘s be Frank" im August 2004 im deutschen Campus-Verlag (ISBN: 3593375648).

***

Der neue ballesterer fm

Schwerpunkt:
Stronachs Reich

Bilanz:
Erkenntnisse aus sieben Jahren Unterwerfung
Fanprotest:
Chronologie der Westtribüne unter Stronach
Rudas:
Der Austria-Vize und Magna-Kommunikator im Porträt
Flüsterer:
Stille Post mit Fani, Westenthaler, Rebernig & Co.
Großprojekte:
Von der Weltkugel bis zum Rothneusiedler Stadion Austria Soap:
Frank übernimmt das Ruder

Außerdem:

Red Bull:
Kein Ende der Salzburger Frustspiele
Fußball unterm Hakenkreuz:
Ein Ehrengrab für Matthias Sindelar?
Maradona:
Serbische Trompeten für El Diez beim Dreh mit Kosturica
Wembley neu:
Die Kosten für Englands Fußball-Tempel explodieren
Polizeigewalt:
Der Tod eines 17-jährigen Fans erschüttert Argentinien
FC Barcelona:
Sponsor ante Laportas
Lost Ground:
Olympiastadion München
Fünf Jahre ballesterer:
Mateschitz, Krankl und der Papst gratulieren

Die Gala -
Fünf Jahre ballesterer fm

Samstag, 24. September
Alter Schlachthof Wels
Beginn: 21 Uhr

Moderation:
Michael Ostrowski

Live:
Mariachis de las fiestas locas

Lesung: Best of Groundhopping
Gaberlturnier
Substance DJ Team
Videoschmankerl

Eintritt: 10 Euro
Karten unter: www.servus.at

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22 Postings
La Violette
00
Alles in allem

ein sehr tendenziöses Interview (Biografie habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt). Kein Wort über die Tatsache, dass FS hier zu Lande eine beträchtliche Anzahl an Arbeitsplätzen geschaffen hat, sein Engagement im Fußball wird auf die Tatsache reduziert, dass er sich Anerkennung kaufen will, kein Wort über die Jugendförderung (Stichwort Akademie)- dafür die Legende von den reihenweise auf die Bank verbannten Jungen (Namen?). Und als Krönung wird noch der Schulden Rudi ohne weitere Argumentation als letzter Kämpfer gegen das böse Kapital gefeiert. Bemerkenswert allerdings diese umfangreiche Psychogramm nach immerhin einer Stunde Gespräch.Wie gesagt - sehr einseitig und eigentlich nur eine Wiederholung der bekannten Vorurteile über FS

Josef Jackson1
00
...

solange arbeitsplätze geschaffen oder autobahnen gebaut werden, liebt hr. und fr. österreicher seine autokraten....

vinschgerle
00

der monty burns österreichs

utility
00
stimmt

das hatten wir schon mal vor knapp 70 jahren!

Atterl
 
00
10.9.2005, 16:24
Vergleich....

....Frank Stronach und A.H.?

Sehr intelligent, wirklich... lass uns mehr davon hören.

johann rotter
00
biographie

du hast vollkommen recht mit deiner meinung der mann redet eine stunde mit stronach und kann ein buch schreiben, für mich ist das entweder ein zauberer oder ein scharlatan,ich hatte das glück 6 wochen mit stronach zusammen zu sein aber ich könnte kein buch schreiben, ausserdem sind seine darstellungen zu 80% total unrichtig aber heutezutage kann ja schon ein jeder ein buch schreiben traurig

denny_crane
00

1. kauf dir die - schon grundsätzlich sehr empfehlenswerte - Zeitschrift (das Buch kenne ich nicht), das Interview ist nur ein Artikel unter anderen.
2. was Stronach sonst so in Österreich gemacht ist für ein Fußballmagazin eher irrelevant, warum sollte der Ballesterer das großartig bejubeln? Und Edlinger ist der letzte Gegner von Stronach im österreichischen Fußball - er hat die Gefahren glücklicherweise frühzeitig erkannt und versucht dem entgegenzuwirken. Von "bösem kapital" steht da nichts...

Peter Dworak
00
das ist einiges nachvollziehbar

Gelungen!

silver surfer
00
ich hoffe der nächste der eine biographie über stronach schreibt...

...hat wenigstens etwas ahnung von fussball.
ist ja wirklich lachhaft was da behauptet wird.

evzen vohak
00
können sie präzisieren?

ich finde die aussagen nur sehr bedingt zum lachen. ahnungslos ist nicht der biograf sondern der porträtierte!

silver surfer
00
stronach hat gottseidank endlich mit den vereinstrukturen bei austria aufgeraeumt.

unvergessen sind spieler wie ernstsson, hrivnak oder mukamadiev die sich irgendwelche funktionaere aus den fingern gezuzelt haben und die nicht mal einen geraden ball treffen konnten.
das war der grund warum wr manchmal unte 2.000 besuchern im horr stadion hatten. nun sind es meistens um die 7.000 besuchern weil am verteilerkreis endlich fussball gespielt wird . dank frank stronach. er hat einen bankrotten club uebernommen der von wichtigtuern betrieben wurde denen das wohlergehen des clubs voellig wurscht war und endlich strukturen reingebracht (nach etlichen versuchen, schliesslich musste er es auch lernen). stronach liegt was an unserer austria, dass ein edlinger ihn kritisiert ist eigentlich ein wunderbares kompliment.

silver surfer
00

die austria hatte im u.a. vorjahr zwei tschechische (!), einen nigerianischen zwei norwegische einen kroatischen einen schwedischen einen polnischen nationalspieler. es ist super dieses team woche fuer woche spielen zu sehen.
da ist das erreichen des uefa- cupfinales ist zwar schoen und ok aber nicht die welt, und das nichterreichen der meisterschaft eine schande. wer ahnung von fussball hat zieht bei sowas die notwendigen konsequenzen und feuert den trainer.

sylvia29
00
13.9.2005, 23:35
verzeihen sie wenn ich korrigier

aber wenn sie einmalig eingesetzte (antonsson und dosunmu, u.a.?) als nationalspieler (ohne das präfix "ex-" o.ä.) bezeichnen, dann hat jeder österreichische verein minimum fünf österreichische nationalspieler (remember, hansi hat sie alle ausprobiert?).

was mich echt wundert: wie kommt, dass an sich gute leute und fast-stamm-nationalspieler, bald nachdem bei der austria, reihenweise ihren platz im nationalteam verlieren (dheedene, tokic, vachousek, sionko, janocko, rushfeldt)?

silver surfer
00
trainerwechsel

stronach hat zu beginn seiner taetigkeit tatsaechlich keine ahnung vom fussball gehabt und auf einfluesterer gehoert die ihm empfehlungen machten. diese leute sind nur zum abcashen gekommen, denn bis auf constantini und schachner hatte die austria noch kein halbwegs anstaendiges trainerduo. consantini kam nur fuer ein halbes jahr und schachner war zwar erfolgreich hat aber eine grosse klappe riskiert in interviews. ein gak praesident laesst sich sowas eventuell gefallen, andere halt nicht.
mit loew und kronsteiner hat die manschaft trotz ausgezeichneter spieler so ein schwaches offensivspiel gehabt dass man gegen fixabsteiger gegen saisonende nicht in der lage war zu gewinnen.

denny_crane
00

Also hat die austria immer nur Pech mit der Auswahl ihrer Trainer gehabt, und es ist gar niemand für diesen erstaunlich hohen Verschleiß an Führungspersonal verantwortlich? Ist das nicht eine *etwas* oberflächliche Schlussfolgerung?

silver surfer
00
nicht pech

er hatte keine ahnung von fussball. woher soll er denn wissen dass ein arie haan nur nach wien kommt um an hohen transfersummen mitzuschneiden, oder dass ein koncilia ueberhaupt keine ahnung von fussball hat. oder ein polster als general manager? so geht das nicht. ich glaub stronachs problem ist dass er viele leute holt die offensichtlich inkompetent sind und sie dann los werden muss. das team dass die ausria betreut (kraetschmer stoeger schinkels) ist besser denn je. aber ob stoeger und schinkels gut genug sind wird sich zeigen

silver surfer
00
eins vorweg ich besuch in der saison ca 15 spiele der austria. mal sinds mehr und mal sinds weniger und das seit etwa 10 jahren. also vor stronach

ad jugendarbeit:
kurz vor frank stronach hat die austria auf jugendarbeit gesetzt. sie haben mindertalentierte spieler aus ihrer nicht existenten nachwuchteams geholt und sie in die erste gestellt. all diese spieler ausser dospel und wagner sind heute im besten fussballeralter und nicht hoeherklassig als in der red zac anzutreffen. ein glueck nur dass das niveau der liga damals so niedrig war, denn heute haette so ein team in liga 1 nichts verloren. stronach hat unsummen in eine akademie gesteckt und die spieler koennen sich nun im amateurteam der austria spielpraxis holen. wenn sie wirklich gut sind setzen sie sich durch. die anderen koennen sich in der red zac fuer andere teams empfehlen. bessere nachwuchsarbeit gabs bei austria nie.

Thor Freekicker
00
Ein so guter Mensch

der für Austria soviel tut, kann doch wirtschaftlich oder seinen Mitarbeitern, Finanzprüfern etc. gegenüber nichts Böses im Schilde führen. Oder ?

Runder Fisch
00

Scheint ja wieder ein schönes Ding geworden zu sein, die neue ballesterer-Ausgabe! Weiter so!

Robinho
00

Wie viel kostet denn die Zeitschrift "Ballesterer"?

Und ist sie empfehlenswert?

Masi_K
00
sehr

sehr empfehlenswert. weiss leider den preis nicht, aber die berichte sind sehr gut.

dain ironfoot
 
00
13 euro

fuer ein jahresabo mit 4 ausgaben

ja

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