T-Mobile überlegt tele.ring als Diskont-Tochter zu positionieren

5. Oktober 2005, 15:39
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T-Mobile-Chef Georg Pölzl: "Wir wollen den Slogan ´Weg mit dem Speck´ beibehalten" - tele.ring-Tarife sollen bleiben

Am 10. August fixierte T-Mobile den Kauf des viertgrößten heimischen Netzbetreibers tele.ring. Der Preis: 1,3 Milliarden Euro.

Player

Seither gibt es am österreichischen Handymarkt zwei nahezu gleich starke Player: Marktführer Mobilkom Austria ist mit 3,3 Millionen Kunden einen Marktanteil von 40,7 Prozent nur knapp größer als die erstarkte T-Mobile Austria mit rund 3 Millionen Kunden und einem Marktanteil von 37 Prozent.

"Angriff auf die Marktführerschaft"

Der Zusammenschluss werde den heimischen Wettbewerb nochmals kräftig anheizen, erstmals sei in Österreich nun "ein Angriff auf die Marktführerschaft" möglich, verkündete T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl nach dem Deal gegenüber Journalisten.

Tarifstruktur von tele.ring soll bleiben

In einem Interview mit der Info-Illustrierten News gewährte Pölzl einen Blick in die Pläne des Mobilfunkers. Darin beruhigt der T-Mobile-Chef die tele.ring-Kundschaft und verspricht, dass sich niemand um seine "Nummer und den Tarif" Sorgen machen muss. Die Tarifstruktur von tele.ring soll auch nach Auslauf der Verträge weiter gültig sein.

"Wir wollen sogar den Slogan ´Weg mit dem Speck´ beibehalten."

Der T-Mobile Austria-Chef kann sich auch vorstellen, tele.ring als Diskont-Tochter weiterzuführen. Pölzl: "Wir setzen auf eine Positionierung von tele.ring im Billigsegment. Wir wollen sogar den Slogan "Weg mit dem Speck" beibehalten."

Eine Positionierung, die durchaus Sinn machen könnte, so ein Branchenbeobachter. T-Mobile kümmert sich um Geschäftskunden – tele.ring bedient das Billigsegment.

Tarifkämpfe gehen weiter

Auch ist sich Pölzl sicher, dass die Tarifkämpfe unter den Anbietern weiter gehen werden: "Ich kann versprechen, dass die Preise nicht nach oben gehen werden."

tele.ring fährt eigenständigen Kurs

tele.ring will bis zur tatsächlichen Fusion mit der Tochter der Deutschen Telekom einen vollkommen eigenständigen Kurs fahren. Bis zum Closing des Deals, der bis Jahresende erwartet wird, werden weder Produkte noch Werbelinie auf T-Mobile abgestimmt. (red)

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    Das T-Center in Wien Erdberg

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    foto: t-mobile
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