Premiere will ORF Champions League wegkaufen

4. November 2005, 16:20
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Georg Kofler will TV-Rechte auch in Österreich exklusiv

Der Abosender Premiere will nach den TV-Rechten für die Champions League für Deutschland auch jene für Österreich aufkaufen. Das erklärte Premiere-Chef Georg Kofler Mittwochabend auf STANDARD-Anfrage. Premiere hat für Deutschland wie berichtet sowohl die Rechte für Pay-TV als auch erstmals jene für frei empfangbares Fernsehen gekauft. Alle Spitzenspiele bringt der Sender ausschließlich im kostenpflichtigen Pay-TV.

Nur 13 von 125 Begegnungen, die Premiere wählen kann, muss der Sender laut Vertrag mit der Champions League im frei empfangbaren Fernsehen zeigen. Dafür will Premiere einen eigenen Free-TV-Kanal aufbauen (oder kaufen). Nun meldet Kofler sein Interesse an, auch in Österreich die kompletten Rechte an der Champions League zu erwerben, "wenn es sich wirtschaftlich darstellen lässt".

Herbe Kritik von Karl-Heinz Rummenigge

Für Deutschland kosteten sie kolportierte 200 Millionen Euro für drei Jahre von 2006 bis 2009. Herbe Kritik etwa von Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München), Fans künftig "erpresserisch" zur Kasse zu bitten, wies Kofler entschieden zurück: Die Klubs orderten stets mehr Geld. Das könne ernur aufbringen, wenn Premiere im Gegenzug Exklusivrechte bekomme. Ohne den Sender hätten deutschen Klubs "zumindest 100 Euro Millionen weniger in der Kasse".

Exklusivrechte für Bundesliga

Kofler will auch für die deutsche Bundesliga Exkluvivrechte. Für die heimische Liga hat er sie längst. Von diesem "erfolgreichen Weg" in Österreich wolle er auch in Sachen Champions-League-Rechte nicht "abweichen". Nachsatz: "Was für den deutschen Fußball gut ist, kann ja auch gut für den österreichischen Fußball sein." (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 1.9.2005)

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