Schwerter und Sicherheitschecks

29. August 2006, 17:48
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Tsui Harks "Seven Swords" eröffnet das Filmfestival von Venedig

Venedig - Das 62. Filmfestival von Venedig, das heute, Mittwoch, beginnt, wird in einer Art "gated community" abgehalten werden. Die Gefahr von Terroranschlägen veranlasste die Direktion, die Sicherheitsvorkehrungen massiv zu verstärken. Um Einlass in das Festivalareal zu erlangen, wird man sich wie auf einem Flughafen diversen Kontrollen zu unterziehen haben, teilte das Festival vorab mit. Inwieweit diese Vorkehrungen auch gegen Filmpiraterie gerichtet sind, blieb unerwähnt. Verspätungen sind im schon bei Normalablauf chaotischen Festival wohl garantiert.

Der Eröffnungsfilm kommt aus China - eine programmatische Wahl, gilt dem Land doch auch eine historische Retrospektive: Hongkong-Regisseur Tsui Hark, einer der einflussreichsten Mitgestalter des asiatischen Martial-Arts- und Actiongenres, hat mit Seven Swords ein episches Schwertkämpferdrama inszeniert, in dem sich eine Gruppe aus legendären Helden gegen die Auslöschung ihrer Kampfkunst zur Wehr setzt.

Hollywoodprominenz wird sich bereits in den ersten Tagen am Lido einfinden: George Clooney präsentiert im Wettbewerb seine zweite Regiearbeit Goodnight and Good Luck, die sich mit der Kommunistenhetze des Senators McCarthy befasst. Mit Spannung erwartet wird auch der neue Film von Ang Lee, Brokeback Mountain - eine Liebesgeschichte zwischen zwei Cowboys. (DER STANDARD, Printausgabe, 31.08.2005)

Von Dominik Kamalzadeh
  • Edle Schwertkämpfer am Horizont: Mit Tsui Harks "Seven Swords" beginnt das Filmfestival Venedig.
    foto: image.net

    Edle Schwertkämpfer am Horizont: Mit Tsui Harks "Seven Swords" beginnt das Filmfestival Venedig.

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