Schutzgebühren für "Linux": Richard Stallman nimmt Stellung

3. Oktober 2005, 10:39
56 Postings

Gründer der Free Software Foundation: Firmen sollen "GNU" statt "Linux" verwenden

Richard Stallman, seines Zeichens Gründer der Free Software Foundation, hat sich zum Thema Marktrechte für Linux (der WebStandard berichtete) zu Wort gemeldet.

Cash

Vergangene Woche wurden australische Unternehmung aufgefordert, zwischen 2000 und 5000 australische Dollar zu berappen, wenn sie weiterhin mit dem Namen Linux werben wollen.

"Wenn Leute etwas 'Linux' nennen, ist es meistens das GNU-System mit Linux als Kernel"

Gegenüber der australischen Tageszeitung Sydney Morning Herald meinte Stallman, dass man sich die Gebühren leicht ersparen kann: "Wenn Leute etwas 'Linux' nennen, ist es meistens das GNU-System mit Linux als Kernel". Dementsprechend sollen die Unternehmen einfach "Linux" durch "GNU" ersetzen. Er will keine Ansprüche auf die Marke "GNU" stellen.

"GNU's not Unix"

Die Abkürzung GNU steht für "GNU's not Unix". Bereits 1983 kündigt Stallman an, ein vollständig neues Unix-kompatibles Betriebssystem namens GNU zu programmieren und dieses jedem, der in der Lage sei es zu nutzen, frei zur Verfügung stellen. Seither wurde eine große Anzahl von zahlreiche GNU-Programmen veröffentlicht – ein fertiges GNU-System ist allerdings noch nicht erschienen. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.