Tote und Milliardenschäden durch Hurrikans

15. November 2005, 15:13
posten

Immer wieder Katastrophen in den USA und der Karibik

Hamburg - Die Menschen auf dem amerikanischen Kontinent werden regelmäßig von Wirbelstürmen heimgesucht. Besonders betroffen sind die Karibik und der Süden der USA. Seit Sommer vergangenen Jahres wurden bei schweren Hurrikans mehr als 2.000 Menschen getötet und Schäden in Milliardenhöhe verursacht.

  • 4 bis 12. Juli 2005: Hurrikan "Dennis" - mindestens 30 Tote: In der südöstlichen Karibik entsteht der Wirbelsturm "Dennis". Er reißt in Haiti und Kuba mindestens 30 Menschen in den Tod. Anschließend nimmt der Hurrikan der Stufe 4 Kurs auf den US- Bundesstaat Florida. Ungewöhnlich früh beginnt damit die Hurrikan- Saison - und ungewöhnlich heftig. Über Florida schwächt er sich zwar auf Kategorie drei ab. Dennoch entwurzelt der Hurrikan Bäume, bringt heftige Regenfälle und Stürme. Tausende Bewohner suchen in Florida Schutz in Notunterkünften. Der geschätzte Schaden allein in den USA beträgt rund 3 Milliarden Dollar (etwa 2,4 Milliarden Euro).

  • 10. bis 13. August 2004: Hurrikan "Charley" - 33 Tote: In der südöstlichen Karibik entsteht Hurrikan "Charley", der bei seinem Zug über Jamaika und Kuba sechs Menschen tötet. "Charley" zieht drei Tage später mit bis zu 230 Stundenkilometern eine Schneise der Verwüstung durch den US-Bundesstaat Florida. 27 Menschen sterben, mindestens 10.000 werden obdachlos. "Charleys" Stärke wird vorübergehend in die zweithöchste Kategorie 4 eingestuft. Der Schaden beträgt nach Behördenschätzungen etwa 15 Milliarden Dollar (rund zwölf Milliarden Euro).

  • 4. bis 5. September 2004: Hurrikan "Frances" - mindestens elf Tote: Wirbelsturm "Frances" wütet auf den Bahamas, zwei Menschen kommen ums Leben. In der größten Evakuierungsaktion der Geschichte Floridas verlassen 2,8 Millionen Bewohner ihr Zuhause. "Frances" erreicht am 5. September mit einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde die Küste Floridas, hinterlässt eine mehr als 150 Kilometer breite Schneise der Verwüstung und reißt mindestens neun Menschen in den Tod. In einer ersten Bilanz schätzen Experten den Schaden auf bis zu zehn Milliarden Dollar (8,1 Milliarden Euro).

  • 7. bis 16. September 2004: Hurrikan "Ivan" - mindestens 91 Tote: Auf seinem Weg durch die Karibik von Trinidad über Barbados, Grenada, Jamaika und Kuba Richtung US-Golfküste tötet der mächtige Hurrikan "Ivan" mindestens 68 Menschen. Mit über 250 Stundenkilometern zeitweise ein Hurrikan der Stufe 5, richtet er Schäden in Milliardenhöhe an. In den US-Bundesstaaten am Golf von Mexiko kommen mindestens 23 Menschen ums Leben. Schätzungen beziffern allein die Schäden in den USA auf bis zu zehn Milliarden Dollar (8,1 Milliarden Euro).

  • 21. bis 27. September 2004: Hurrikan "Jeanne" - Allein im Karibikstaat Haiti sind fast 2.000 Tote zu beklagen. In Florida sterben sechs Menschen. Mehr als zwei Millionen Haushalte sind tagelang ohne Strom. Den Schaden beziffern die Behörden auf acht Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro). (APA/dpa)
    Share if you care.