Luftige Attraktionen im Prater

28. November 2005, 16:53
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Heißluftballone und „Die Glocke“ erweitern das Fun-Angebot

Wien – Schwindelfreiheit und ein fester Magen sind Voraussetzung, dann steht dem Spaß an den neuen Attraktionen im Prater-Areal – Wiens erstem Startplatz für Heißluftballone am alten Messegelände und einer riesigen Flug-Glocke im Wurstelprater – nichts mehr im Wege.

Am Freitag eröffnete auf der Straße des 1. Mai ein neues Gefährt, in dem je sechs Personen das Innere einer bimmelnden 80-Tonnen-Glocke erkunden können. Für vier Euro erreichen die Passagiere, die auf dem schwingenden Klöppel sitzen, eine Flughöhe von bis zu 28 Metern und eine maximale Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern.

Erfinder und Betreiber Walter Pondorfer, hauptberuflich Kirchenrestaurateur, hat sich bei seiner Innovation an das Nostalgie-Konzept des Prater- Planers Emmanuel Mongon gehalten. Dabei darf ein klassischer Gong nicht fehlen. Der ist zwar elektronisch erzeugt, klingt laut Pondorfer aber „satter als die Pummerin“.

Stiller Flug über Wien

Höher hinaus, nämlich in 500 bis 600 Meter über den Erdboden, geht es am Rotundenplatz auf dem ehemaligen Messegelände, wo Interessenten ab sofort eine Ballonrundfahrt mit fantastischem Panorama über Wien antreten können. Gegen Voranmeldung werden die umweltfreundlichen Luftgefährte für rund 400 Euro pro Person vermietet . Der Start erfolgt je nach Wind- und Wetterbedingungen meist morgens oder abends.

Wo die Fahrt hingeht, bestimmt der Wind, denn die Heißluftballons, die bis zu vier Personen transportieren, können nur in der Höhe gesteuert werden. Der 20.000 Quadratmeter große Rotundenplatz zwischen Trabrennstraße und Südportalstraße ist der erste Teil des rund elf Hektar großen Restgeländes, das seit Inbetriebnahme der neuen Messe wieder genutzt wird. Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (SP) kündigte bei der Eröffnung des Ballonstartplatzes an, dass auf der Fläche künftig Unterhaltung, Freizeit- und Wellnesseinrichtungen Platz finden werden. Die Ideen sollen im Laufe des kommenden Jahres konkretisiert werden, gebaut wird erst nach der Fußball- EM 2008. Bis dahin kann der Rotundenplatz für Zirkus-, Musik- oder Sportveranstaltungen genutzt werden.

Livemusik und Unterhaltung gibt es dieses Wochenende beim traditionellen Praterrummel, wo ein bunt gemischtes Familienprogramm geboten wird – mit Feuerwerk und ermäßigten Preisen. (kri, DER STANDARD Printausgabe, 27./28.08.2005)

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    „Die Glocke“ im Prater schaukelt ihre Passagiere in 28 Meter Höhe

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