Akademische Kindergärtner: Gehrer gegen "Revolution"

8. November 2005, 10:37
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Zunächst nur Pflichtschullehrer an Pädagogischen Hochschulen ausbilden - Weitere Schritte später

Alpbach - An den geplanten Pädagogischen Hochschulen (PH) sollen nach Ansicht von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) zunächst keine Kindergärtner ausgebildet werden. Im ersten Schritt sollten die PH nur für das Studium der künftigen Pflichtschullehrer zuständig sein, weitere Schritte sollten erst später erfolgen. Sie wolle "keine Revolution, sondern eine Evolution", so Gehrer am Rande einer Pressekonferenz beim Forum Alpbach. Zuletzt hatte der Wiener VP-Chef Johannes Hahn (derStandard.at/Uni berichtete) gefordert, auch Kindergärtner an den PH auszubilden.

Bei den PH könnten "nicht alle Fragen auf einmal gelöst werden", betonte Gehrer. Die derzeitige Ausbildung der Kindergärtner an den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP) auf Maturaniveau sei sehr gut. Einer Diskussion über eine spätere Umwandlung in ein akademisches Studium wolle sie sich aber nicht verschließen, meinte die Ministerin. Es sei ein europäischer Trend, Ausbildungen zu Kindergärtnern, Hebammen oder medizinisch-technischen Assistenten auf Hochschulniveau anzubieten. Andererseits müsse man sich aber auch die Frage stellen, ob man sich dies auf Grund der höheren Gehälter für Akademiker auch leisten könne. (APA)

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