Boku: Protest gegen Institutsumzug nach Tulln

23. März 2006, 15:55
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Drei Departments jedenfalls betroffen: Pflanzenwissenschaften, Teile der Chemie und Materialwissenschaften

Wien - Drei Departments der Universität für Bodenkultur (Boku) sind jedenfalls betroffen: Die Pflanzenwissenschaften, sowie "Teile der Chemie und der Materialwissenschaften" sollen laut Rektor Hubert Dürrstein ins niederösterreichische Tulln verlegt werden.

Man wolle damit fachliche Schwerpunkte setzen und gemeinsam mit dem Forschungszentrum Seibersdorf ein "starkes" Cluster mit einer "kritischen Masse" von 200 bis 300 Mitarbeitern schaffen.

Freilich sind nicht alle der Betroffenen so begeistert davon: Seitens des Betriebsrates wird vor allem die Informationspolitik der Uni-Leitung beklagt. Betriebsrätin Eva Tutschku: "Ein A4-Blatt wurde ausgeteilt. Das Gesamtkonzept liegt irgendwo, aber leider nicht bei uns." Aufgrund der derzeitige Faktenlage und spärlichen Informationen sei man gegen eine Standortverlegung. Dienstagnachmittag wurde der Betriebsrat aufgefordert, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um den Umzug zu verhindern.

Rektor Dürrstein berechnet derweil bereits die Kosten der Auslagerung, die man unter anderem mit dem Abstoß ungeliebter Außengebäude finanzieren will. Zudem gebe es die Zusage vom Land NÖ, die Hälfte der Tullner Mietkosten zu tragen. Spruchreif werde die Übersiedlung aber ohnehin erst in zwei, drei Jahren. (DER STANDARD, Printausgabe, 24.8.2005)

Von Peter Mayr und Karin Moser

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