Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
"Ein offensichtlich Betrunkener, der seine Hosentaschen ausräumen muss, fördert dabei auch eine beträchtliche Menge an Papiergeld hervor. Dies quittiert der Beamte mit einem: ,Na sag amal, du bist aber a ganz schön aufknödelt’."
Dieses Wort hat Herrn G.O gut gefallen. Wäre interessant zu wissen, ob "aufknödelt" lediglich im Privatwortschatz dieses Polizisten existiert oder ob es weiter verbreitet ist ("Der Herr Kovac, der Herr Androsch, der Herr Grasser.... ist ganz schön aufknödelt.").
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
Wenn die Araber aufmucken
Ein Drink zu guter Letzt
Würzige Worte über Weine
Handfeste Hinweise
Nüchterne Zusammenarbeit
Mit dem Kopf gegen die Wand
Wenn Mimen in die Jahre kommen
Preise als Parodien
Himmlische Wortbildungen
Verzicht, einmal anders
Unaussprechlich von A bis Z
Reflexiver und sonstiger Alkoholgenuss
Schamhafte Schreibungen (Fortsetzung)
Landsmannschaftlicher Sprachstolz
Zorn im Sesambrötchen
Betagte Vorfahren
Knappe Charakteristiken vom Adabei
Ein billiger Pizzabelag
Pars pro toto
Verbalisiertes Kleingebäck
Unliebsame Überraschungen
Schleichwerbung von unten
Talk unter Investmentbankern
Das Geheimnis der Unwiderstehlichkeit
Widerwilliges Geldausgeben
Unter dem Einfluss von Kalorien oder Alkohol
Ein aufdringliches Medienparadoxon
Ein brünstiges Verbum
Nationale Pendants zu Germano-Promis
Schmückende Beiworte
Ein Wort für den Whirlpool
Metaphorisch verwendete Geräte
Eine uralte Formulierung im Computermilieu
Ein Mittel gegen Kopfbeschwerden
Süchtigmachende Silbenkombinationen
Eine Metapher geht in die Luft
Aus dem Mundwerk der Handwerker
Urlaub auf poetisch
Was ist daran böse?
Schamvolle Schreibweisen
Ein Rückwanderer
Man spürt den Frühling
Ein Prachtformulierung im Radio
Entspannende Aktivitäten aller Art
Verwirrend am Schutzweg und anderswo
Nicht nur zu den Frankfurtern
... ist derb, aber anschaulich
Ironischer Tribut an sprachliche Anstandsvorschriften
In nicht alltäglicher Gewandung
Spannt im Märzen die Rösslein ein
Eine deutsch-griechische Volkskrankheit
Nicht mehr ganz taufrisch
Kein Land wie jedes andere
Jetzt mit erweiterter Bedeutung
Wenn etwas auf die Nerven geht
Ein zeitweiliger Verlust der Contenance
In der Vorauswahl zur Preisvergabe 2006
Es darf ein bisschen weniger sein
Hinweis auf ein kleines Übersetzungsproblem
Aversionen kann man gegen alles Mögliche haben - auch gegen Aussprüche
Eine hübsche neue Wortkreation aus dem Umfeld der Bildzeitung
ist faustdick im Trend
Die Diversifizierung der Warenwelt schreitet unaufhörlich voran ...
... steht eine dicke fette Phrase
Als Sammler von Kleinoden des Wiener Dialekts freue ich mich darüber, dass in den Postings zu "aufgnedlt" noch ein anderer Ausdruck aufgetaucht ist, der in den Wiener Mundartwörterbüchern fehlt: "auftschabradelt". Wer kennt das noch? Wer weiß, woher es stammt? Kann es jemand ableiten? Das wäre ein lohnendes Thema für eine Umfrage. Vielleicht will Christoph Winder diese Idee aufgreifen?
Zu "zsammgschwanzt" möcht ich sagen: Das ist in den alten Wörterbüchern schon zu finden, aber nur in der Form "aufgschwanzt" (= aufgedonnert): "Schau amoi, wia dea heit wieda aufgschwanzt is!" (Castelli). Ja, und "aufbrezlt" und "ausseputzt" kennt eh jeder ...
"Knödel" als Ausdruck für Geld kommt von daher, dass die Stritzis in Wien ihr Geld als Knödel an Bargeld - unter Nichtverwendung eines Geldbörsels oder eienr Brieftasche - im Hosensack trugen. In früheren Zeiten waren "1 Knödel" 100.000 ATS. So gesehen bei Herrn Schimanko sel.
ist mir an sich schon ein Begriff, obwohl ich ihn eher kaum benütze. Aber so sensationell empfind ich den 'Ausdruck auch nicht; Knödel bzw. besser "Knedl" steht in Wien schon immer für Geld und "auf-" ist ja auch die in Wien allgemein gültige Präposition für eine Maximierung. Ein Aufgeknödelter ist halt dann einer der einen "ganzen Schippl Flieder umanandazaht" :-)
„aufgeknödelt“ (und „aufknödelt“) zeigt wieder, dass das Wienerische nicht ganz einfach in die Schriftsprache zu übersetzen ist. Es heißt „aufknedlt“ (kein -ge-, kein ö) bzw. „aufgnedLt“, weils ja der Wiener mit dem Unterschied von zum Beispiel g-k, d-t grundsätzlich nicht ganz so hat, und ein „L“ ist auf wienerisch mindestens zwei.
Aber die Einleitung „na sag amal, ...“ zeigt, dass sich die Geschichte wahrscheinlich gar nicht in Wien abgespielt hat, denn in Wien lauten die Einleitungen „nau heast ..., „nau seavas, ...“, meist begleitet von einem - oder zumindest im Abschluss noch nachgeschobenen - „Oida“.
So, und jetzt geh ich in die Stadt - wo ich grad so schön aufgmascherlt bin.
ist eine Formel die in Döbling beheimatet ist, das nau servas und na hearst sind in den "Arbeiterbezirken" öfters zu finden, ttrotzdem ist sag amal durchaus wienerisch, wie ich es, seit Generationen Wiener beweise. Das L von dem Sie reden ist wahrscheinlich das Meidlinger L, das seinen Ursprung in der Tschechei hat und mit den Dienstboten, die in Meidling ansässig waren zu uns und in unsere Mundart kam. Mit anderen Worten, es gibt viele Formen des wienerischen, und das L alleine zeichnet den Wiener niemals aus.
Seine Vorstelung zu Studienbeginn "Mene Damen'nd Herrn, mein Name is Scheddlling. Alle dazu passendn Witze sin schon gemacht worn".
Und man muß natürlich auch auf die Sitzung der Cherusker in Krems in den LTdM von K. Kraus verweisen, in der bekanntlich die Heilrufe wie "Hedl" ertönen, und zwar aus Mündern mit Namen Pogatschnig. Homolatsch usw.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.