Rektorate bis zu drei Mal so teuer wie 2002

23. März 2006, 14:00
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Gesamtbezüge des Rektorats der Uni Wien auf 659.000 Euro gestiegen - Uniräte kosten zwischen null und 140.000 Euro

Wien - Die Unis haben immer wieder über die Mehrkosten der Uni-Reform geklagt. Zumindest ein Teil davon dürfte auch auf die deutlich höheren Aufwendungen für die Leitungsorgane an den autonomen Universitäten zurückzuführen sein.

Teure Rektorate

Wie aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer hervorgeht, haben sich die Gesamtbezüge der Rektorate im Rechnungsjahr 2004 gegenüber 2002 in vielen Fällen nahezu verdoppelt, teilweise sogar fast verdreifacht. Dazu kommen auch noch die Aufwendungen für die Universitätsräte.

In der Antwort auf die Anfrage von SP-Bildungssprecher Erwin Niederwieser betont Gehrer, dass ein Vergleich der Bezüge mit Vorperioden auf Grund neuer Aufgaben und Kompetenzen der Leitungsgremien "nicht aussagekräftig" sei.

Universitätsgesetz war teuer

Tatsächlich war beispielsweise 2002 der Großteil der Vizerektoren nebenamtlich tätig, mittlerweile ist das Gros der Stellvertreter hauptamtlich beschäftigt. Dennoch zeigt sich klar, dass die Aufwendungen für die die Uni-Leitung nach Inkrafttreten des Universitätsgesetzes (UG) an den meisten Unis deutlich gestiegen sind.

Uni Wien an der Spitze

Die höchsten Bezüge gab es 2004 im fünf Personen umfassenden Rektorat der Uni Wien mit 659.680 Euro, das ist fast drei Mal so viel wie 2002 (241.602 Euro) und macht 0,18 Prozent der Erlöse aus. An zweiter Stelle rangiert die neu gegründete Medizinuni Wien, deren fünf Rektoren und Vizerektoren 609.152 Euro erhielten (ebenfalls 0,18 Prozent der Erlöse; auf Grund der Neugründung kein Vergleich zu 2002 möglich).

Am dritten Platz liegt die Technische Universität Wien mit 572.995 Euro für das vierköpfige Rektorat (0,29 Prozent der Erlöse) - das ist mehr als doppelt so viel wie 2002 (282.753 Euro). Am geringsten sind dagegen die Bezüge des drei Personen umfassenden Rektorats an der Universität für angewandte Kunst mit 229.139 Euro, das ist nur um knapp 13.000 Euro mehr als 2002.

Innsbruck billiger

Eine Ausnahme ist die Universität Innsbruck, wo die Bezüge für das Rektorat 2004 mit 311.749 unter jenen des Jahres 2002 mit 337.845 Euro lagen. Gemessen an den Gesamterlösen liegt die Kunst-Uni Linz an der Spitze, wo die Rektoratsbezüge (355.958 Euro in 2004) 2,96 Prozent der Erlöse ausmachen, gefolgt von der Akademie der bildenden Künste mit 1,78 Prozent (362.342 Euro) und der Montanuni Leoben mit 1,17 Prozent (466.104 Euro).

Große Schwankungsbreiten gibt es bei den Bezügen der Mitglieder der Universitätsräte, die von den Räten selbst festgesetzt wurden: Sie reichen von null Euro an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien bis zu 140.000 Euro für den fünfköpfigen Uni-Rat an der Medizinuni Wien. An der Medizinuni Innsbruck erhielten die sieben Uni-Räte 116.850 Euro, dagegen kosteten die neun Uni-Räte der Universität Wien 50.923 Euro. (APA)

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    Die Budgetprobleme der Unis sind offenkundig - jetzt zeigt sich, dass die seit der Autonomie erhöhten Personalaufwendungen mit ein Grund dafür sind.

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