eindhoven

9. Februar 2011, 20:31
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Holland mit 4-1-3-1-1.  Van der wiel (rechts) und Erik Pieters außen weit vorgezogen; Mathijsen und Heitinga innen defensiv. Van Bommel die Sechs aber sehr flexibel. Wechselt sich mit Janssen ab. Dann Kuyt (re) Snejder (in der Mitte vorgezogen) und Affelay. Huntelaar der Prellbock in der Spitze. Nach der Pause Affelay in Snejder-Position. Elia übernimmt rechtsaußen.

Österreich mit Prödl und Pogatetzt in der Mitte. Außen Fuchs und Klein. Schiemer/Baumgartlinger vor der Viererkette. Davor Arnautovic - Alaba - Junuzovic. Vorne Maierhofer. 4-2-3-1, am Ende 4-2-2-2.

Österreich kommt nach zwei Minuten erstmals an den Ball.

Maierhofer: erwischt gleich die erste Flanke, wenn auch aus aussichtsloser Position. Schwälbchen in der 12. bringt Stimmung in die Bude. Kommt dann lange nicht mehr vor. Ist heute nicht der hin und zu rasende Turbo-Fähre der vergangenen Partien. Wenn doch Bewegung dann seitwärts: absammeln. Agiert stattdessen als Fixpunkt an vorderster Front und spielt seine seltenen Passes auf Verdacht. Trieb den Referee in ein Elferpräsent.

Macho: rettet gegen Huntelaar (10.). Pass von Snejder durch Österreichs Hintermänner in Auflösung. Beim 0:1 etwas zu weit vor seinem Gehäuse. Bei einem Elfer von Kuyt gleich zweimal chancenlos. Zögert bei Corner in der 78.

Alaba: Lebendig. Traut sich etwas zu. Erster Schuss der Österreicher kommt von ihm. Beschäftigt sich öfter mit Van Bommel, um ihn am Spielaufbau zu hindern. Geht dabei seinem Ex-Kollegen forsch an die Wäsche. Lässt keinen Zweifel an seinen Absichten. Oft mit Fleißaufgaben belastet, wenn er rechts auch Kuyt verfolgen muss, sobald Arnautovic die Lust verlässt. Sehr sehr viel unterwegs. Sichert bei Standards für Ö hinten ab. Übernimmt in der Folgt für Arnautovic auf rechts, was auf sein Engagemeint keine Auswirkungen hat. Es bleibt vorzüglich. Bester Mann.

Prödl: Lochgott. Verlässt vor dem Gegentor seine Position. Öffnet so dem heranrückenden Snejder nach dessen komplettiertem Doppelpass mit Janssen den Raum zum Schuss. Beim 0:2 untergetaucht. Leider wieder fachliche Mängel zu bemerken.

Pogatetz: Auch er mit Stockfehlern. Beim Comeback ist die Abstimmung mit dem inneren Nebenmann mangelhaft. Das ging gleich los, bei der ersten niederländischen Chance in Minute10.  Immer wieder muss kommunikativ die Position verhandelt werden. Beim 0:2 im Strafraum verirrt, bewegt er sich von Huntelaar weg, der beim geraden Weg bleibt.

Klein: hat mit Affelay einen äußerst engagierten und spielfreudigen Gegner - und ordentlich zu tun. Leider manchmal nicht flexibel und umsichtig genug bei Rochaden der Holländer. Nimmt dann nicht jene Position ein, die gut tun würde. Dann oft viel zu weit vom pirouettierenden Affelay weg - immer wieder Gefahrenherd. Beim 0:2 auch im Kopf zu langsam und vom gerade eingewechselten Ibrahim Affelay mit Fersler düpiert. In Zweikämpfen die fleischgewordene Naivität. Spätestens nach dem zum niederländischen Elfer führenden Hands musste man ihn bedauern. Darf in der 71. Minute abgehen. Links hinten - eine offenbare ÖFB-Baustelle.

Arnautovic: Strahlt - keine Überraschung - Überzeugung aus. Kombiniert gut mit dem jungen Kollegen Alaba. Resignierte Körpersprache, wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft oder er gerade nicht in Besitz seines Spielzeugs kommt. Permanent an der Grenze zum Lustverlust. Ausstrahlung: unmöglich. Schuss in der 43 aus guter Position recht harmlos. Erste Offensivkoproduktion mit Hintermann Fuchs in der 56. Minute. Übernimmt von Junuzovic die rechte Seite - ist dort genau so schlecht drauf. Psychisch. Momente, in denen er sich dazu durchrang seine Fähigkeiten konstruktiven Bahnen zuzuführen viel zu selten. Dieses Missverhältnis ärgert. Cool vom Punkt.

Schiemer: lässt Sneijder vor dem Tor ohne viel Gegenwehr passieren. In der 44. kommt er nach Kopfabtropfer von Maierhofer plötzlich am Fünfer zum Ball, lässt aber diesmal seine Torjägerqualitäten vermissen. Die spielt er dann doch eher per Kopf aus. Statt dem armen Klein im Finish in der Viererkette.

Baumgartlinger: Mit der ein oder anderen gelungenen Szene. Guter Touch in Sekundenbruchteilen, in denen er im Zweikampf gute Figur macht, es gelingen am Ende aber nur selten vervollständigte Aktionen.  Kann aber - im Gegensatz zu den Oranje-Sechsern - ebenso kaum etwas zum Spielaufbau beitragen wie Schiemer. Kann dem niederländischen Mittelfeld nicht genügend Widerstand entgegensetzen, insbesonders wenn dieses sein Kombinationstempo erhöht.

Junuzovic: Wenig Wirbel linkerhand. Kommt mit Pieters selten klar. Kann nicht an seine guten Vorstellungen aus den letzten Partien anschließen. Auch von dieser Adresse keine Absender Richtung Maierhofer oder sonstwen. Erster Corner in der 41. Wird relativ folgerichtig nach einer Stunde für Hoffer weniger geopfert als erlöst.

Fuchs: Hat Kuyt ganz gut im Griff, jedenfalls besser als Klein Affelay. Das ändert sich jedoch leider mit der Zeit. Strahlt mit Ball durchaus Ruhe aus. Kommt nicht dazu offensiv Akzente zu setzen - oder soll das auch nicht. Leider tut das über die rechte Flanke auch sonst keiner, da der Autopilot von Arnautovic mittig gepolt scheint und Alaba anderweitig und andernorts schon genug zu tun hat. Hat am Ende ebenfalls Probleme mit dem konsequenten Flügelhalten der Niederländer - findet sich oft zu weit in die Mitte verzogen und braucht viel Energie um diesen Verzug zu reparieren.

Pehlivan und Hoffer enterten ein sinkendes Schiff, das selbst von Holland-B vor sich hertrieb. Der Lauterer ließ immerhin einen guten Schuss vom Stapel und nötigte Stekelenburg zu einer Parade.

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