Warnung vor dem "Riesenbärenklau"

2. Oktober 2006, 17:28
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Jogger und Wanderer aufgepasst: Aus dem Kaukasus stammende Wald- und Wiesenpflanze kann die Gesundheit gefährden

St. Pölten - Vor dem "Riesenbärenklau" warnte am Freitag die NÖ Forstschutzabteilung. Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Wald- und Wiesenpflanze kann bei Joggern, Spaziergängern und vor allem bei Kindern langwierige gesundheitliche Schäden hervorrufen. Das bis zu drei Meter hohe Gewächs enthält gefährliche Substanzen, die bei Kontakt auf die Haut gelangen und dort zu allergischen Reaktionen führen können.

Die Heilung sei langwierig, oft bleiben Narben und Pigmentveränderungen zurück, teilte die Forstschutzabteilung in einer Aussendung mit. Kinder seien dabei besonders gefährdet. Bereits die Dämpfe des Pflanzensaftes können die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Der Auslöser

Der "Riesenbärenklau" enthält Furocumarin. Bei Sonneneinstrahlung kommt es auf der Haut zu einer starken allergischen Reaktion, die einer schweren Verbrennung mit Blasenbildung ähnlich ist.

Gerade jetzt zur Blütezeit sticht die Pflanze an Wegrändern oder neben Bächen auffällig ins Auge. Daher werde sie gerade von Kindern oft zum Spielen - als Blasrohr oder Schwert - verwendet.

Ausgraben angesagt

Wer auf seinem Grundstück den "Riesenbärenklau" entdeckt, sollte die Pflanze unbedingt ausgraben. Wird die Wurzel etwa 15 Zentimeter unterhalb der Bodenoberfläche abgestochen, ist ein Neuaustrieb kaum mehr möglich, empfiehlt die Forstschutzabteilung.

Die Ausbreitung der Staude erfolgt in erster Linie durch ihre Samen. Die Pflanze blüht alle zwei bis vier Jahre ein Mal und stirbt dann ab. Deshalb sollten die Blütenstände kurz vor der Fruchtreife entfernt werden. (APA)

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