Windows-Guru findet vernichtende Worte für Internet Explorer 7

29. Oktober 2005, 11:05
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Paul Thurrot rät zum Boykott des Microsoft Browsers wegen mangelndem Interesse an Webstandards - "Krebsgeschwür des Webs"

Harsche Kritik - ausgerechnet aus einer Ecke, die sonst dem Konzern eher wohlgesonnen ist - muss Microsoft hinnehmen: Der Windows-Guru Paul Thurrot, Betreiber der WinSuperSite und des gewöhnlich gut informierten Nachrichtendienstes WinInfo, rät zum Boykott des Internet Explorers.

Kritik

Aus aktuellen Meldungen der IE-EntwicklerInnen sei es klar, dass es bei Microsoft auch in Zukunft kein Interesse an einer vernünftigen Unterstützung von Webstandards geben werde, der Internet Explorer sei das Krebsgeschwür des Webs und müsse gestoppt werden. Vor allem die Verweigerung das eigene Produkt so zu gestalten, dass es den ACID2-Test, der als Probe für die Standardkompatibilität von Browsern eingerichtet wurde, besteht, zeige, dass man bei Microsoft weiterhin sein eigenes Süppchen kocht, anstatt wie andere Hersteller - die sich zumindest zum Ziel gesetzt haben, den Test erfolgreich zu bestehen - auf Webstandards zu setzen.

Umstieg

Statt dem - momentan ohnehin noch nicht offen zugänglichen - Upgrade auf die nächste Generation des Internet Explorers empfiehlt Thurrot die Verwendung von alternativen Browsern wie Mozilla Firefox, Safari oder Opera.

Surprise

Die harsche Reaktion von Thurrot überrascht einigermaßen, hatte er doch vor wenigen Monaten noch einen sehr positiven Ausblick auf den Internet Explorer 7 geschrieben. Außerdem hatten sich andere KommentatorInnen bisher eher erfreut darüber gezeigt, dass Microsoft im Vergleich zur Vergangenheit immerhin ein gewisses Interesse an der Umsetzung von Webstandards gezeigt habe. (red)

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