
"Ich bin zwar nicht oft zu Hause, aber wenn, dann fühle ich mich bei FM4 schon sehr wohl."
Besonderen Geltungsdrang kann man dem gelassen wirkenden und zur Unrasiertheit neigenden FM4-Mitarbeiter tatsächlich nicht unterstellen. Der 1967 in Wien Geborene ist eine Hälfte von "Im Sumpf", jener Sonntagssendung, die er mit Fritz Ostermayer gestaltet und die für viele FM4-Hörer der intellektuelle Außenposten des Senders ist.
Edlinger: "Der 'Sumpf' ist eine Freifläche, auf der man abseits eines biologischen Jugendkults arbeiten kann." Ein Privileg ebenso wie der Umstand, "dass der 'Sumpf' keine Redaktion hat, demnach gestalterische Freiheiten bietet, die nur von der eigenen Faulheit eingeschränkt werden."
"Angefixt" wurde Edlinger von der Ö3-Musicbox. Sie und seine "Affinität zur Sprache" haben ihn zum Radio geführt. Dieser Affinität frönt er auch als Herausgeber mehrerer Bücher, etwa der Gutmenschenprotokolle, einer "Sammlung von Gebrauchstexten aus dem 'Sumpf'." Daneben arbeitet er als freier Kurator des Kunstmuseums Lentos in Linz: eine Tätigkeit, die seine Themenwahl im "Sumpf" beeinflusst, die von schweren Fragen wie "Was wollen Bilder?" bis zur "Rache der Rumms-Bumms-Musik" reicht. Drei aktuelle hedonistische Highlights, bitte? Edlinger: "Das Buch Train Dreams von Denis Johnson, die neue CD von Brian Eno und die Konzert-DVD von Morrissey."
Größte Peinlichkeit "on air"? "Wir machen mittlerweile so wenige Livesendungen, dass Fehler meistens ausgebessert werden. Vielleicht ist das aber an sich schon peinlich genug." Letzte (arbeitgeberloyale) Frage: Are you at home, baby? Edlinger: "Ich bin zwar nicht oft zu Hause, aber wenn, dann fühle ich mich bei FM4 schon sehr wohl." (Karl Fluch/DER STANDARD, Printausgabe, 3.8.2005)
wäre eigentlich nicht viel anders als das Hitradio Ö3, wenn es nicht ein paar große, große ausnahmen gäbe:
- die (englischsprachige) FM4-morning show - ein moderationsklassiker
- die verbindung zum kabarett (ster- und grissemann, projekt x, chez hermes)
- im sumpf
alles andere war vor 10 jahren innovativ und ist mittlerweile schnee von gestern. da wäre ein kleiner neuer, junger nachwuchsschub einmal angesagt... (auch bei den moderatoren/-innen)
wäre noch zu ergänzen das der sound vor 10 jahren echt cool und underground war, heute glaube ich immer
radio energy oder ähnlicher müll hat sich in die frequenz
verirrt!
schade, aber mit fm4 ist schon fast vorbei!
gruss - ein trauriger hörer der ersten stunde....
ö3 ist die cash-cow, fm4 die trendscout-hure. manchmal wie ein einziger nike-werbespot: hauptsache young/urban/cosmopolitan lifestyle.
im gegensatz zur fm4-zielgruppe wird man ja älter - bei sendungen wie jugendzimmer, den sonntag-nachmittags-plauscherln oder mit umbauer/lang bleibt nur mehr die flucht zu ö1. musicbox, mein gott, subkultur um 16.05h - heut unvorstellbar. heut wird ja alles, was nicht hit, hip, pimpidu ist, ins after-22.00-uhr-jenseits verbannt.
werbung um 21.00h ist sowieso grauslich.
trotzdem: the ONLY alternative. eigentlich zum weinen!!
gruß,
ein anderer hörer der ersten stunde.
Umfrage an FM4-Hörer:
Finden auch Sie das gehauchte Säuseln (oder säuselnde Hauchen, oder Flüstertuscheln) von Eva Umbauer völlig unerträglich? Die Frau ist vielleicht eh ganz nett und gscheit und alles, aber bei der Stimme muss ich blitzartig abdrehen, sonst droht mir selber die Atemnot, psychosomatischerweise.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.